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Ferrari-Präsident John Elkann: «Das ist kein Umbruch»

​John Elkann (42) weilt an der «Detroit Auto Show» in den USA. Dabei spricht der Fiat/Chrysler- und Ferrari-Präsident über die jüngsten Veränderungen bei Ferrari mit der Trennung von Maurizio Arrivabene.

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Maurizio Arrivabene wurde faktisch nicht gefeuert, der Vertrag des Teamchefs wurde einfach nicht verlängert. Natürlich kommt diese Trennung für die meisten Fans und Fachleute einer Entlassung gleich, am 7. Januar hat Ferrari bestätigt, was schon länger kursierte – Scheidung von Maurizio Arrivabene, Technikchef Mattia Binotto ist neuer Teamchef. Fiat/Chrysler- und Ferrari-Präsident John Elkann hatte bislang zu all dem nichts gesagt. Derzeit weilt der in New York geborene Italiener an der "Detroit Auto Show" und ist von der "Gazzetta dello Sport" so zitiert worden: "Es bestand die Notwendigkeit, unsere Organisationsstruktur zu stärken, mit einer Person, deren technische Kompetenz ausser Diskussion steht."

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War es nicht der Plan des im Sommer 2018 verstorbenen Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne, Binotto auf den Posten von Arrivabene zu berufen, sollte es wieder nicht klappen mit dem WM-Titel? John Elkann bestätigt das nicht, aber er dementiert es auch nicht: "Ich kümmere mich erst seit ein paar Monaten um Ferrari."

Zur Möglichkeit, dass der 19jährige Mick Schumacher Mitglied der Ferrari-Fahrerakademie wird, meint John Elkann: "Ich kann nicht Entscheidungen vorgreifen, die Ferrari in den kommenden Monaten fällt. Wir reden über dieses Thema zum richtigen Zeitpunkt." Die Gazzetta spekuliert offen über eine mittelfristige Rückkehr von Stefano Domenicali als Teamchef.

Entsprechen die jüngsten Veränderungen dem Geiste von Enzo Ferrari? "Ja, denn wir sind von Team-Geist beseelt, und wir wollen eine Zukunft aufbauen, der auf der Höhe früherer Siege ist. Wir wollen so bald als möglich wieder die Weltmeisterschaft gewinnen, die uns seit viel zu langer Zeit entgangen ist."

Einen Tag später hat sich John Elkann mit einem offenen Brief an den Chef der "Gazzetta" gewendet, weil er mit der Berichterstattung der grössten Sportzeitung Italiens nicht zufrieden ist. Der Autokonzern-Chef schreibt: "Ich habe mit Überraschung Worte und Meinungen gelesen, die mir zugeschrieben werden, die ich aber nie so ausgesprochen habe und die auch nicht meiner Ansicht entsprechen. Also würde ich gerne ein paar Punkte klären."

"Die Ernennung von Mattia Binotto auf den Posten des Teamchefs der Scuderia Ferrari entspricht keinem Umbruch und keinen angeblichen internen Meinungsverschiedenheiten. Ganz im Gegenteil wurde diese Wahl der Gesellschaft gemeinsam getroffen, in Übereinstimmung mit Maurizio Arrivabene, der vier Jahre lang unaufhörlich gearbeitet hat, um Ferrari wieder auf jenes Niveau zu bringen, wo der Rennstall hingehört."

"Die Arbeit von Mattia steht auf einem Fundament, das in den letzten Jahren gelegt wurde, sie entspringt einer Kontinutität, einer Evolution, von einem Bruch mit der Vergangenheit kann also überhaupt keine Rede sein."

"Generell weise ich Stimmen oder Fantasien zurück, die auf eine Rückkehr in die Vergangenheit hindeuten oder auf weitere Veränderungen in unserer Struktur. Ich will Stabilität und Konzentration fördern, das will auch Ferrari-CEO Louis Camilleri. Zusammen werden wir unsere Ziele erreichen, und ich garantiere unseren Kunden und Fans, dass wir alles dafür tun werden."

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