Ferrari: Mick Schumacher besucht Schumi-Ausstellung

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Ferrari hat den Piloten der Fahrerakademie das Museum gezeigt. Für einen Nachwuchspiloten war das ein besonders ergreifendes Erlebnis: Mick Schumacher in der Ausstellung von Michael Schumacher.

Das gibt es nicht alle Tage: Der Sohn eines berühmten Rennfahrers besucht eine Ausstellung zu Ehren seines Vaters. Mick Schumacher hat die Bilder selber auf Twitter gestellt. Der 19-Jährige geht einen anderen Weg als der siebenfache Weltmeister. Michael Schumacher kam als zweifacher Champion (mit Benetton 1994 und 1995) zu Ferrari, Mick Schumacher ist als Formel-3-Europameister engagiert worden, 2019 bestreitet er mit Prema die Formel-2-Meisterschaft, die letzte Sprosse auf der Leiter vor der Formel 1. Vor kurzem hat Ferrari die Mitglieder der Fahrerakademie zu einem Rundgang eingeladen.

Ferrari ehrt mit der Ausstellung «Michael 50» seinen grössten Piloten, und die Fans kommen in Scharen. Im so genannten Siegessaal sind einige seiner Rennwagen zu bestaunen: Der F310 etwa, mit welchem er in Spanien 1996 den ersten Sieg in Rot einfuhr, als er durch den Regen pflügte, als wäre Aquaplaning für ihn kein Thema. Der F399, mit welchem Michael Schumacher durch seine Leistungen Ferrari zum ersten Konstrukteurs-Pokal nach sechzehn Jahren Durststrecke führte. Der F1-2000, mit dem der erste Fahrer-WM-Titel errungen werden konnte, 21 Jahre nach Jody Scheckter 1979. Die fabelhaften Modelle F2002 und F2004, mit welchen Schumi die Gegner in Grund und Boden stampfte. Der 248 F1 von 2006, mit welchem Michael in China den 72. und letzten seiner Ferrari-Siege einfuhr (insgesamt sein 91. Formel-1-Triumph).

Ferrari beleuchtet darüber hinaus, wie Michael Schumacher geholfen hat, Serienmodelle wie den 430 Scuderia von 2007 oder den California von 2008 zu entwickeln. Die Italiener schreiben: «Die besondere Ausstellung ist als Feier und als Zeichen der Dankbarkeit gedacht für den erfolgreichsten aller Ferrari-Fahrer. Michael Schumacher hat einen ganz besonderen Platz in der Historie von Ferrari. Das Museum will auf seine aussergewöhnlichen Jahre in Rot zurückblicken, aber auch weniger Bekanntes zeigen – wie etwa Schumachers Einfluss bei der Evolution der Seriensportwagen.»

Die Ausstellung ist seit Schumis Geburtstag vom 3. Januar 2019 offen, wie lange sie zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. So oder so ist ein Besuch im Museum immer eine Reise wert. Derzeit im Museum an weiteren Sonderausstellungen zu sehen: «Passion and Legend», auf Entdeckungsreise des Mythos Ferrari. Und «Driven by Enzo»; Autos, welche der legendäre Firmengründer gerne selber fuhr.

Mick Schumacher dürfte vom Reglement her schon in Australien 2019 den Grossen Preis von Australien unter die Räder nehmen. Zur Erinnerung: Als Max Verstappen 2015 im zarten Alter von 17 Jahren sein GP-Debüt gab, zog der Automobil-Weltverband FIA die Handbremse. Denn so mancher fragte sich: Wo soll dieser Jugendwahn enden? Wird eines Tages ein Kartfahrer direkt in den Formel-1-Renner hüpfen? Die FIA schrieb ein Mindestalter von 18 Jahren vor, dazu müssen sich junge Piloten in Nachwuchsserien bewähren, und zwar in zwei Meisterschaften, von welchen mindestens 80 Prozent absolviert werden müssen. Der junge Pilot muss im Zeitraum von drei Jahren 40 Punkte für die so genannte Superlizenz erringen – den Formel-1-Führerschein.

Mick Schumacher kommt derzeit sogar auf 50 Punkte. 30 Zähler hat er dank seines Formel-3-EM-Titels 2018 erhalten, 20 stammen aus dem Jahre 2016, als er in zwei Formel-4-Meisterschaften jeweils Zweiter wurde (in Italien und Deutschland). Das wäre heute nicht mehr möglich: Ab 2019 dürfen nur noch Punkte in einer Meisterschaft pro Kalenderjahr erkämpft werden.

2019 könnte Ferrari seinen Schützling Mick Schumacher daher problemlos bei Testfahrten oder Freitagtrainings einsetzen, etwa bei den Partnern Sauber und Haas, und wäre ein Stammfahrer nicht fit, dürfte Mick sogar einen WM-Lauf fahren.

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