Motocross-WM MXGP
Antonio Cairoli: «Wo wir die Ducati für die WM noch verbessern müssen»
Ducati-Testfahrer Antonio Cairoli sieht das Offroad-Projekt von Ducati auf gutem Wege, nennt aber mit Blick auf die WM noch Aspekte, die für die Werksmotorräder noch zu verbessern sind.
Am Rande des Ducati-Jahresabschluss-Events in Borgo Panigale ging es auch um das Offroad-Projekt der Ducatisti. Die beiden Test- und Entwicklungsfahrer, Antonio Cairoli und Alessandro Lupino, führten ein Zwiegespräch. Lupino hat sich im zu Ende gehenden Jahr vorrangig um die Entwicklung der Desmo250 MX gekümmert, mit der Ducati 2026 in die MX2-WM und in die EMX250 einsteigen will. Cairoli hat mit der Desmo450 MX sowohl in der MXGP-WM als auch bei den US Nationals Rennen absolviert und ist mit der 450er Ducati sogar zum Motocross der Nationen für Team Italy angetreten. Mit Platz 13 im dritten Lauf lieferte der Sizilianer einen wichtigen Beitrag für den 6. Platz der Nationenwertung für Italien.
Lupino fragt Cairoli
Lupino richtete zwei Fragen an Cairoli: «Erstens: Fühlst du dich in deinem Alter noch wettbewerbsfähig? Zweitens: Was würdest du an deiner Desmo450 verbessern?»
Cairoli beantwortete zunächst die zweite Frage: «Die Serienversion ist für den durchschnittlichen Fahrer schon perfekt», erklärte der Sizilianer. «Das hat sie auch schon bewiesen. Für die WM braucht sie aber noch etwas mehr Drehmoment, besonders auf sandigen und schweren Böden. Ansonsten ist es für ein so junges Motorrad schon ein großer Schritt, vorne mitzufahren. Zur ersten Frage: Das Problem ist nicht das Alter, sondern die Erholungsphase. Zwei Tage MXGP sind hart. In den USA ist es einfacher, weil die Rennen an einem Tag abgewickelt werden.»
Cairoli fragt Lupino
Alessandro Lupino musste sich in diesem Jahr auf der 250er völlig neu beweisen, denn sie erfordert eine andere Fahrweise als die 450er. Die 250er braucht mehr Beweglichkeit auf dem Motorrad. Cairoli fragte Lupino, wie er den Umstieg realisiert hat und ob er viel Stretching gemacht hat. «Nein, kein Stretching», antwortete Lupino, «aber ich musste drei Kilo abnehmen, um mit den jungen Fahrern mithalten zu können. Simone [Mancini] war einer von ihnen. Ich bin nicht alt, aber mit 34 gegen 16- bis 17-jährige Fahrer anzutreten, war nicht einfach. Ich habe mich neu aufgestellt, aber es hat auch Spaß gemacht.»
Pläne für 2026
Die italienischen MX2-Meisterschaften beendete Lupino auf Platz 2 hinter Valerio Lata (Honda). 2026 wird Lupino wieder auf der Desmo450 MX ausrücken, um in den italienischen Prestige Motocross-Meisterschaften auf Titeljagd zu gehen. Ob und wo Cairoli zu Renneinsätzen auftauchen wird, ließ er offen. Doch er ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er weiterhin Lust hat, Rennen zu fahren.
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