Was Ducati von Bagnaia erwartet: «Studium, Analyse und viel Hartnäckigkeit»
Ducati-Riding-Coach Manuel Poggiali bilanziert die MotoGP-Saison von Francesco Bagnaia und erklärt, wie der Italiener in der neuen Saison zu alter Stärke finden kann.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Francesco Bagnaia hatte in der MotoGP-Saison 2025 die Chance, im direkten Duell mit Marc Marquez sein wahres Können zu beweisen. Kritiker behaupteten immer wieder, Bagnaia hätte seine beiden WM-Titel nur eingefahren, weil er auf dem mit Abstand besten Motorrad im Feld saß. In diesem Jahr fand er die gleichen Voraussetzungen vor wie Marquez.
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Doch zeitig wurde klar, dass der spanische Neuzugang haushoch überlegen ist, während Bagnaia die Umstellung zur 2025er-Ducati große Probleme bereitete. Die Suche nach den Gründen für die teilweise dramatisch schlechten Ergebnisse wurde zu einem der Topthemen der abgelaufenen MotoGP-Saison. Auch bei Ducati war man irritiert. «Die Ergebnisse waren nicht das, was wir erwartet hatten», kommentierte Ducati-Riding-Coach Manuel Poggiali im Gespräch mit der La Gazzetta dello Sport. «Man muss wissen, wie man das, was man zur Verfügung hat, optimal nutzt, und nicht alles lief immer perfekt», so Poggiali.
Während Marquez die schwer Ducati Desmosedici GP25 zum vorzeitigen Titelgewinn führte, haderte Bagnaia bei einigen Grand-Prix-Wochenenden mit dem Paket und fuhr hinterher. Nach seinem überraschenden Sieg in Japan erlebte Bagnaia bei den folgenden Überseerennen sehr schwierige Zeiten.
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Beim Saisonfinale rutschte er dann bis auf die fünfte Position im Gesamtklassement zurück – noch hinter Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi und KTM-Speerspitze Pedro Acosta. Gerade einmal 288 Punkte sammelte Bagnaia. Marquez kam auf 545 Zähler, obwohl er die finalen vier Rennwochenenden verletzungsbedingt verpasste.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Der Start in die MotoGP-Saison 2026 ist für Bagnaia von großer Bedeutung, um Antworten zu liefern und seine Zukunft bei Ducati zu sichern. Denn der Platz im Werksteam ist hart umkämpft. Intern hat bereits Fermin Aldeguer Interesse bekundet, extern stehen eine Reihe potenzieller Nachfolger bereit.
Poggiali schreibt Bagnaia noch nicht ab: «Ich bin überzeugt, dass Pecco 2026 zurückkommen wird. Das ist eine Qualität großer Champions.» Doch wie soll die Rückkehr zur gewohnten Stärke gelingen? Laut dem Ducati-Coach sind «Studium, Analyse und viel Hartnäckigkeit» notwendig, um an die Form von 2024 anzuknüpfen.
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