Original Niki Lauda: «Kleine Welt der Zirkusaffen»

Kolumne von Andreas Reiners
Formel 1

​Die österreichische Rennlegende Niki Lauda ist vor kurzem 70 Jahre jung geworden. Eine der herausragendsten Markenzeichen des Wieners: Er nimmt grundsätzlich nie ein Blatt vor den Mund. Zum Glück für uns.

Niki Lauda sagt, was er denkt, immer, auch wenn es hin und wieder schmerzt. Hinzu kommt, dass der dreimalige Formel-1-Weltmeister auch noch einen ganz eigenen Humor hat, seine Auslegung des Wiener Schmäh, bei welcher Diplomatie eine untergeordnete Rolle spielt. Seine Sprüche bleiben in Erinnerung. Wir haben einige aus all den Jahren zusammengestellt.

«Diese kleine Welt der Zirkusaffen.»
(Lauda über die Formel 1.)

«Es gibt tausende junger Burschen, die schneller Autofahren können als ich. Aber ich sitze in einem Ferrari.»

«Der Unterschied waren die Kühe. Die gibt es sonst bei keinem anderen Grand Prix, deshalb war Österreich immer der Kuh-Grand-Prix.»
(Lauda über sein Heimrennen.)

«Da habe ich mir gedacht: So nicht mit mir. Das war gut so und motivierte mich, am Leben zu bleiben.»
(Als ihm nach dem Nürburgring-Unfall die letzte Ölung gegeben wurde.)

«Wir mussten uns damit auseinandersetzen, dass wir vielleicht morgen nicht mehr da sind. Wir lebten schneller. Intensiver.»
(Lauda über das damalige Leben als Formel-1-Fahrer.)

«Das Leben ist wichtiger als der WM-Titel. Ich möchte mich nicht umbringen, jedenfalls kein zweites Mal.»
(Lauda 1976 in Fuji nach seiner Aufgabe beim Regenrennen.)

«Ich habe es satt, sinnlos im Kreis herumzufahren.»
(Laudas Formel-1-Rücktrittsgrund von 1979.)

«So lange ich gesund und fit bin, mache ich weiter. Stillstand ist das Langweiligste, was es gibt.»

«Eigentlich wenig bis gar nichts. Es gibt immer wieder Höhen und Tiefen, die man hat. Man muss immer einen Weg herausfinden.»
(Lauda zum Thema Reue.)

«Kimi mag ab und zu mal einen trinken. Aber wir haben früher nach jedem Rennen gesoffen.»

«Der Mensch ist bereit alles zuzugeben. Nur nicht, dass er ein schlechter Autofahrer ist.»

«Mein ganzes Leben war so etwas wie ein Spiel. Ich bin immer Risiken eingegangen, da brauche ich keine Glücksspiele.»

«Ich hoffe, dass uns beim Start nicht das Arzt-Auto hinter uns überholt.»
(Lauda 2002 als Teamchef über den langsamen Jaguar.)

«Bei den heutigen Fahrergehältern würde ich als Amerikaner wahrscheinlich meine Mutter verklagen, dass sie mich zu früh geboren hat.»

«Die Formel 1 ist immer noch die zweitschönste Sache der Welt.
Rennfahrer sind egoistische Schweine, die alles versuchen, um zu gewinnen.»

«Einer soll Schumacher vier Rennen lang einsperren.»
(Zur Dominanz von Michael Schumacher.)

«Nachdem ich in meinem Beruf nur vom rechten Fuss lebe, ist es mir egal, wie ich ausschaue.»

«Ich glaube, ich war ein ziemliches Seicherl.»
(Lauda über seine Jugend.)

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