Pascal Wehrlein: Nicht um jeden Preis in die Formel 1

Von Andreas Reiners
Formel 1
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein fühlt sich in der Formel E pudelwohl. Das Ziel bleibt die Formel 1, allerdings nicht auf Biegen und Brechen. Heißt: Nicht mehr bei Hinterbänklern.

Pascal Wehrlein hat in den vergangenen Jahren viel gelernt. Wie schnell es im Haifischbecken Formel 1 vorbei sein kann zum Beispiel. Oder dass die Mercedes-Förderung, die ihn erst in die DTM und dann in die Königsklasse brachte, nur noch eine Sackgasse war.

Deshalb unternahm der 24-Jährige 2018 einen gewagten Schritt und trennte sich von Mercedes, um es unabhängig von dem Autobauer zurück in die Formel 1 zu schaffen. Auf Anhieb klappte das nicht, in dieser Saison will er sich über die Formel E empfehlen.

Das Ziel bleibt die Formel 1, «aber nicht um jeden Preis», wie er in der Bild betonte. Heißt: «Es muss passen wie dieses Jahr in der Formel E. Ich gehe sicher nicht mehr zu einem Formel-1-Team, wo ich weiß, dass ich um Platz 18 kämpfe. In diese Situation möchte ich nicht mehr kommen.» Mit Manor und Sauber fuhr er 2016 und 2017 hinterher, holte allerdings immerhin sechs WM-Punkte.

Er betont immer wieder, wie gut er sich fühlt. Denn neben dem Hauptjob in der Formel E bleibt er mit einem Fuß in der Tür zur Formel 1, indem er für Ferrari im Simulator sitzt. «Ich könnte nicht glücklicher sein als in meiner jetzigen Situation. Ich fahre Formel E, sitze für Ferrari im Simulator. Und: Ich fahre in einem Team, in dem ich Leistung zeigen kann.»

Dafür, dass er in der Elektroserie auf Anhieb einschlug, gibt es mehrere Gründe. Klar: Mahindra stellt dem Deutschen ein konkurrenzfähiges Auto.

Es ist aber auch Kopfsache.

«Weil ich das erste Mal seit langem wieder richtig Spaß habe. Permanent Spaß hatte ich zuletzt 2015 in der DTM, als ich an jedem Wochenende wusste, dass ich was reißen kann. In der Formel 1 waren es nur zwei Strecken, die zum Manor-Auto passten, bei Sauber nur eine. Ins Wochenende zu gehen und zu wissen, Platz 15 ist das Maximum, ist kein Leistungssport. In der Formel E hatte ich schon zweimal die Chance auf einen Sieg. Da fühle ich mich wieder wie ein echter Rennfahrer.»

In der Gesamtwertung belegt er nach sechs Rennen Platz zehn, mit 36 Punkten. Der Gesamtführende Antonio Felix da Costa hat 62 Zähler. Einen Sieg verpasste der Deutsche in Mexiko nur knapp, als er ihm am Ende die Energie ausging und er Sechster wurde. Wehrleins Ziel: «Ich schiele auf maximalen Erfolg bei maximalem Risiko.»


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