Kimi Räikkönen (Alfa Romeo-Sauber): Seltenes Problem

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

​Der China-GP fand bei mässigen 20 Grad statt, die Fahrer hatten mit den Pirelli-Reifen alle Hände voll zu tun. Kimi Räikkönen (9.) seufzte: «Die Vorderreifen waren zu kalt, daher war nicht mehr möglich.»

Das haben wir während einer Aufwärmrunde zu einem Grossen Preis noch selten gesehen: Dreher von Max Verstappen und Robert Kubica. Ex-GP-Pilot Martin Brundle weiss: «Das Aufwärmen der 2019er Reifen ist extrem schwierig. Diese Walzen funktionieren nur in einem ganz engen Betriebsfenster, und wenn du das nicht triffst, dann kann das sogar Könner wie Max und Robert im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischen.»

Es erwischte noch einen weiteren erfahrenen Piloten: Kimi Räikkönen. Der GP-Veteran sagte nach seiner Fahrt zu Rang 9: «Von Platz 13 Punkte zu holen, das darf sich sehen lassen, und mein Auto lag ordentlich, viel besser als am Samstag. Aber zum Schluss des Rennens ging die Haftung an der Vorderachse verloren, weil die Tempertur der Vorderreifen in den Keller fiel. Ich versuchte so gut es ging, ihnen Sorge zu tragen, aber da war nicht mehr viel zu machen. Irgendwann wurden sie so kalt, dass sie wie ein Lichtschalter abstellten, dann rutschst du nur noch herum. Sonst hätte ich vielleicht noch Druck auf Pérez und Ricciardo vor mir ausüben können. Ich weiss, dass wir mehr Speed im Auto haben. Wir müssen es nur zeigen können.»

Auf die Frage, welches Überholmanöver ihm am besten gefallen habe, grinst Kimi: «Jedes, das mich weiter nach vorne bringt. Wir müssen es beim nächsten Mal schaffen, ein gutes Training zu fahren, daher weiter vorne losfahren zu können. Mit einem sauberen Rennen sollten wir im vorderen Mittelfeld mitmischen können.»

Alfa Romeo-Sauber-Teamchef Fred Vasseur: «Das war kein einfaches Wochenende für uns. Wir hatten am Freitag technische Probleme und am Samstag auch. Immerhin hat Kimi für uns erneut Punkte eingefahren.»

Nur so zwischendurch bemerkt: Der Weltmeister von 2007 ist einer von sechs Fahrern, die in allen drei bisherigen Rennen gepunktet haben (die anderen sind Hamilton, Bottas, Verstappen, Vettel und Leclec), dank der Plätze 8 in Australien, 7 in Bahrain und nun 9 in China liegt der 21fache GP-Sieger auf dem siebten Zwischenrang.

Alfa Romeo-Sauber kann zwölf Punkte vorweisen, damit liegen die Schweizer auf dem fünften zwischenrang, mit gleich vielen Punkten wie Renault.

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