Mick Schumacher im 1. Training Barcelona 8.

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Freies Training der Formel 2 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya: Prema-Fahrer Mick Schumacher auf Platz 8. Schnellster Mann in Katalonien ist Luca Ghiotto vor Meisterschafts-Leader Nicholas Latifi.

Mick Schumachers Ausgangslage vor dem Formel-1-Wochenende in Spanien: Verhaltener, aber solider Anfang in Bahrain, mit den Rängen 8 und 6, mehr Speed in Baku mit Platz 5 im Spritrennen, allerdings auch einen ärgerlichen Dreher im Hauptlauf. Mick liegt auf dem neunten Zwischenrang des Klassements.

Der 20jährige Formel-3-Europameister sagt zu seinem Fahrplan in Katalonien: «Ich nehme das lieber Schritt um Schritt, also möchte ich mich zunächst mal auf das Training konzentrieren. Ich packe ein Rennwochenende immer gleich an – ich will das bestmögliche Ergebnis erringen, ich will so viel als möglich lernen. Wir haben hier im Winter getestet, aber das haben alle. Ich kenne die Strecke auch aus der Formel 3, und ich habe mich hier eigentlich immer wohlgefühlt. Ich will so konstant als möglich fahren und Fehler nicht zwei Mal machen. Ich sehe mich in einer Lernphase. Wenn ich das alles wie gewünscht umsetzen kann, dann werde ich auch konstant gute Rennen zeigen können. Der Schlüssel dazu sind die Reifen, und aus dieser Sicht kannst du die Erfahrungen aus dem Winter glatt in die Tonne schmeissen – da hatten wir eine Pistentemperatur von zehn Grad am Morgen.» Temperatur vor dem freien Formel-2-Training: 40 Grad.

Das Programm der Formel-2-Fahrer ist gnadenlos: Nur 45 Minuten freies Training, dann – heute um 16.55 Uhr – ganze 30 Minuten Qualifying, am Samstag dann das Hauptrennen (16.40), am Sonntag der Sprint (11.30). Viel Zeit haben die aufstrebenden Piloten also nicht, Fehler rächen sich brutal.

Mick Schumacher ging sofort auf die Bahn, um ein Gefühl für die Reifen zu erhalten: «Im Winter musste ich die Walzen teilweise zwei Runden lang aufwärmen, um sie ins korrekte Betriebsfenster zu bringen, das wird an diesem Wochenende kein Problem sein.»

Schumacher räuberte herzhaft über die Randsteine und setzte sich nach zehn Minuten an die Spitze der zwanzig Fahrer, während Meisterschafts-Leader Nicholas Latifi aufgehalten wurde und seine schnelle Runde abbrechen musste. Weitere Versuche, Mick die Bestzeit abzuluchsen, scheiterten an der roten Flagge – Dreher von Sauber-Nachwuchspilot Juan Manuel Correa, dem Sensations-Zweiten des Sprintrennens von Baku.

Die rote Flagge führte auch zu einer Untersuchung gegen Nikita Mazepin und Nobuharu Matsushita: Es wird noch geprüft, ob sie die rote Ampel in der Boxengasse ignoriert haben. Das würde möglicherweise eine Rückversetzung geben.

Als die Bahn wieder frei war, übernahm Bahrain-Sieger Luca Ghiotto die Spitze, vor Latifi und dem Chinesen Guanyu Zhou (Junior-Fahrer von Renault). Mick Schumacher war auf Rang 7 abgerutscht.

Die Schweizer unter Druck: Ralph Boschung rettete im Stile eines finnischen Rallye-Weltmeisters sein Auto in einem wilden Randsteinritt; der Westschweizer Louis Delétraz musste sich in Geduld üben, während seine Ingenieure mit gezückten Laptops am Rennwagen standen.

Probleme auch am Auto von Nyck de Vries – der Motor machte Mucken. Der Niederländer reiste schon mit Problemen an: In Baku hatte de Vries seinen Rennoverall in die Wäsche gegeben, der Anzug kam in Kindergrösse zurück. De Vries fährt in Spanien mit geborgtem Overall. Der Wagen von Sérgio Sette Camara wurde zur Seite geschoben, nachdem der Motor am Ende der Boxengasse ausgegangen war.

Zehn Minuten vor Schluss: Die meisten Piloten waren nun auf der härteren Pirelli-Mischung unterwegs, um ein Gefühl für den haltbareren Rennreifen zu erhalten. Daher auch keine Verbesserungen mehr in der Rangliste. Stattdessen zeigte Schumacher ein kleines Duell mit McLaren-Reservist Sette Camara – Sparring fürs Rennen, sozusagen.

An der Reihenfolge änderte sich nichts mehr: Bestzeit für Ghiotto vor Latifi und Schumachers Stallgefährten Sean Gelael, dann Zhou, Sette Camera, Jack Aitken, Matsushita und Schumacher auf Rang 8.

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