Verstappen: Erinnerungen an Baku-Crash mit Ricciardo

Von Andreas Reiners
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

Max Verstappen fuhr auf einem kaputten Sitz ins Ziel, rettete noch den fünften Platz. Der Crash mit Sebastian Vettel erinnerte ihn an die Kollision mit Daniel Ricciardo in Baku.

Am Ende war es wohl ein kleines Wunder, dass Max Verstappen seinen Red-Bull-Racing-Renner ins Ziel gebracht hat. Denn der Schaden war nach der Kollision mit Sebastian Vettel in Runde 38 des Silverstone-GP ordentlich.

Auch wenn er nach dem Crash nicht in die Box musste und weiterfahren konnte: Der Niederländer hatte Probleme, die man von außen nicht sah. Zum Beispiel war sein Sitz kaputt, hatte sich aus der Verankerung gelöst.

«Beim Bremsen bin ich jedes Mal nach vorne gerutscht. Und in den Highspeedkurven nach links oder rechts gerutscht», sagte er.

Vettel hatte sich sofort nach dem Rennen bei Verstappen entschuldigt. Der 21-Jährige konnte als Fünfter immerhin noch zehn Punkte holen. Ein kleiner Trost, denn Platz drei wäre wohl sicher gewesen, vielleicht hätte es auch für Platz zwei gereicht.

«Es ist schade. Wir können es nicht mehr ändern. Normalerweise müssen wir auf dem Podium sein, das Auto war wieder gut. Am Ende bin ich zufrieden, dass ich noch Punkte gesammelt habe.»

Wie hat er die Kollision mit Vettel gesehen? «Ich habe ihn angegriffen, kam außen vorbei und verteidigte mich in Kurve 17. Da krachte er mir ins Heck.»

Wurden Erinnerungen wach an den Baku-Crash mit seinem damaligen Teamkollegen Daniel Ricciardo? «Ja, aber der Geschwindigkeitsunterschied war geringer. Er konnte sehen, dass ich die Tür innen zumache. In Baku war es ein bisschen anders. Da hatte ich ungefähr 280 drauf und Daniel 320. Da war der Geschwindigkeitsunterschied wirklich groß.»

Aber in Silverstone habe man erwarten können, dass er die Tür zumache: «Ich denke, er hat seinen Bremspunkt verpasst und die Reifen blockiert und mich getroffen.»

Wie fand er die Duelle mit Charles Leclerc, die zu den Höhepunkten des actionreichen Rennens gehörten? «Sie waren hart und aggressiv, aber gut. Alles war fair, alles am Limit. Das mag ich natürlich selbst auch. Ich habe aber nicht so viel Risiko genommen, wollte keinen Crash.»




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