Haas in der Krise: Fliegt jetzt einer der Fahrer?

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kevin Magnussen und Romain Grosjean

Kevin Magnussen und Romain Grosjean

Bei Haas hat es nach dem Silverstone-GP ordentlich geknallt. Teamchef Günther Steiner kündigte nach dem Doppel-Aus harte Konsequenzen an.

Günther Steiner ist keiner, der mit Plattitüden um sich wirft. Der Floskeln verbreitet, oder Dinge schönredet, herunterspielt. Nach dem Silverstone-GP redete der Haas-Teamchef Klartext. Der Österreicher war stinksauer.

Denn in dem Rennen war das passiert, was eigentlich nicht passieren darf: Romain Grosjean und Kevin Magnussen warfen sich gegenseitig raus. In der ersten Runde hatten sich beide in Kurve berührt.

Die Folge: Reifenschäden bei den Autos. Beide kamen in die Box, schieden aufgrund von Folgeschäden in den Runden acht und neun aber aus. Der Super-GAU.

Steiner schnappte sich noch während des Rennens seine Fahrer, geigte ihnen die Meinung. Es war ein kurzes und lautes Meeting. «Man kann mit wenigen Worten sehr viel sagen», meinte Steiner.

Die Schuldfrage interessiert ihn dabei schon gar nicht mehr. «Damit will ich mich nicht beschäftigen. Für mich ist das eine Teamsache. Hier hätte maximal einer eine Position verlieren können, stattdessen haben wir zwei Autos verloren.»

«Beide stecken in Schwierigkeiten. Es ist inakzeptabel, was hier passiert ist. Ich habe ihnen nach Barcelona sehr deutlich gesagt, was sie zu unterlassen haben. Alle arbeiten hart, um aus dem Loch zu kommen, wir haben die Chance auf Punkte und dann fahren sie sich in Kurve fünf ins Auto. Inakzeptabel.»

Auf eine konkrete Lösung angesprochen, musste Steiner einräumen: «Ich weiß es nicht. Ich muss eine Nacht darüber schlafen. Ich muss runterkommen und dann zu einer Lösung kommen. Es ist mein Job, Lösungen zu finden, die uns nach vorne bringen. Was auch immer sie sein werden, ich werde sie durchboxen. Wir sind ein Team und jeder hat für das Team zu arbeiten. Und nicht für sich selbst.»

Oha. Klare Worte. Harte Worte. Der Haas-Teamchef ist so angefressen, dass offenbar nichts auszuschließen ist, selbst ein Rauswurf eines Fahrers nicht.

Denn die letzte Ansage ging bereits am Ziel vorbei: «Nach Barcelona habe ich ihnen gesagt: Falls ihr im Recht seid, aber wisst, dass ihr die Position verliert, dann gebt sie her und wir geben sie zurück.' Das war eine klare Ansage. Und ich brauche sie nicht vor jedem Rennen daran zu erinnern. Irgendwann muss man Eigenverantwortung übernehmen.»


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