F1-Zukunft: GP-Stars wollten V10-Comeback

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Romain Grosjean

Romain Grosjean

Im Namen aller GP-Piloten präsentierten Haas-Routinier Romain Grosjean und der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel am Dienstag in Genf einen Plan für eine bessere Formel-1-Zukunft.

Am Dienstag trafen sich die Formel-1-Verantwortlichen in Genf mit Vertretern des Automobilweltverbands FIA und den Fahrern Romain Grosjean und Sebastian Vettel, die als Repräsentanten der GP-Fahrervereinigung GPDA an der Sitzung teilnahmen. Gesprochen wurde über die Zukunft der Königsklasse, genauer gesagt das neue Reglement, das ab 2021 in Kraft treten und die Show verbessern soll.

Dazu präsentierten die GP-Stars einen Plan, der mehrere Punkte umfasste, darunter auch ein Comeback der lauten V10-Aggregate, doch davon wollte die FIA nichts wissen, wie Grosjean in seiner Hockenheim-Medienrunde zwei Tage später offenbarte: «Uns wurde gesagt, dass dies keine Option sei. Es war unser erster Vorschlag, denn damit würden wir auf einen Schlag 150 kg einsparen.»

Das Gewicht der Autos, die in den letzten Jahren immer schneller und schwerer wurden, liesse sich auch durch die Wiedereinführung der Tankstopps erzielen. Nicht alle begeistern sich für diese Idee, schliesslich erlebten wir vor der Einführung des Tankverbots einige der langweiligsten Rennen überhaupt. Dennoch ist die GPDA dafür, wie Grosjean betonte: «Wir wollen das, und zwar nicht, weil wir glauben, das würde die Show verbessern.»

«Aber wir müssen das Gewicht der Autos drücken und das wäre eine temporäre Lösung», ist sich der Genfer sicher. «Dadurch würden die Fahrzeuge beim Start gleich 60 oder 70 kg leichter sein, und das würde sicherlich auch mit Blick auf die Reifen helfen, die dann weniger zum Überhitzen neigen. Als ich 2009 in die Formel 1 aufstieg, waren die Autos knapp 600 kg schwer, nun sind sie 140 kg schwerer und man spürt in den langsameren Ecken, wie schwer die Autos sind.»

«Am Start sind sie sogar mehr als 800 kg. Wir denken, das ist einfach zu viel für ein Formel-1-Auto. Wir wollen ja auch die 18-Zoll-Reifen einführen, was wiederum 25 kg draufpacken würde, und ein Standard-Bremssystem, das nochmal acht Kilos mehr bedeuten würde. Es kommt also laufend etwas dazu, und wir wollen eigentlich das Gegenteil», warnt der Haas-Pilot, der aber auch betont: «Noch wurde nichts entschieden.»

«Wir haben vier klare Faktoren ausgemacht, die das Racing bestimmen, und der Erste davon sind die Reifen. Dann wären auch noch die Aerodynamik, das Gewicht und die Verteilung der Formel-1-Einnahmen, die einen grossen Einfluss haben. Wenn wir diese Probleme lösen, dann denke ich, dass die Formel 1 wieder super sein wird.»

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