Formel 1: Ralf Schumacher outet sich

Mick Schumacher: F2-Erfolg erinnert an Vater Michael

Von Vanessa Georgoulas
Mick Schumacher konnte in Ungarn das F2-Sprintrennen für sich entscheiden. Es ist der erste F2-Triumph des F3-Europameisters von 2018, der Erinnerungen an seinen Vater, Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, weckt.

Es war kein einfacher Sieg, obwohl Mick Schumacher dank der umgekehrten Startreihenfolge von der Pole ins Sprintrennen auf dem Hungaroring starten durfte. Der Sohn der Formel-1-Ikone Michael Schumacher hatte das ganze Rennen Hindurch die Konkurrenz im Nacken sitzen – und hielt dem Druck stand.

Die Glanzleistung des jungen Schumachers weckte nicht nur bei vielen Fans Erinnerungen an seinen Vater. Auch der frühere Ferrari-Technikchef und Schumacher-Wegbegleiter Ross Brawn gesteht in seiner Analyse des Budapest-Wochenendes: «Lasst mich zum Schluss noch etwas zu einem jungen Mann sagen, der am Sonntag einen speziellen Tag erlebt hat. Mit seinem Sieg im Sprintrennen der Formel 2 auf dem Hungaroring hat Mick Schumacher als Rookie seinen ersten Triumph in dieser Klasse eingefahren. Ich war nicht an der Strecke, aber es war ein emotionaler Moment, als er seine Fäuste in die Luft reckte und ich muss gestehen, dass es mich an seinen Vater Michael erinnert hat.»

«Mick musste sich den Sieg erkämpfen und fehlerfrei bleiben, weil ihm das ganze Rennen hindurch Nobuharu Matsushita im Nacken sass», lobt der Ingenieur, der weiss: «Der Sieg kommt nach einem vom Pech bestimmten ersten Teil des Jahres und ich glaube, dass ihm dieser Erfolg mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten geben wird.»

«Eine Woche zuvor durfte Mick in Hockenheim in einem wirklich speziellen Auto Demorunden drehen, im Ferrari 2004, den sein Vater einst lenkte, vor heimischem Publikum, das Michael so viele Jahre bejubelt und angefeuert hat. Das muss ein unglaublich emotionaler Augenblick für Mick gewesen sein, der nun auch die Sommerpause geniessen darf», erinnert Brawn, der trotzdem mahnt, dem 20-Jährigen genug Zeit zur Entwicklung zu geben.

«Die Karriere des jungen Schumacher wird von den Medien weltweit mitverfolgt. Das beweist, wie gross die Anziehungskraft des Namens Schumacher immer noch ist und wie viel Aufmerksamkeit er generiert. Man muss Mick weiterhin in Ruhe Fortschritte machen lassen, um herauszufinden, wo er in dieser hart umkämpften Welt stehen wird. Aber sein Sieg von Ungarn war ein wichtiger Meilenstein. Der Weg ist noch lang, aber er ist auf der richtigen Spur unterwegs», ist sich Brawn sicher.

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