Mattia Binotto (Ferrari): «Das sollten wir nicht tun»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mattia Binotto mit seinen beiden Piloten

Mattia Binotto mit seinen beiden Piloten

​Ferrari wird das Saisonziel verpassen, 2019 Weltmeister zu werden. Natürlich gibt es für die Italiener viel Kritik, aber auch wohlgemeinte Ratschläge. Teamchef Mattia Binotto lehnt einen glattweg ab.

Selbst wenn wir das Wort unmöglich im Zusammenhang mit der Formel 1 längst nicht mehr zu verwenden pflegen: Der WM-Zug ist für Ferrari nicht aus dem Bahnhof gerollt, er ist schon in der nächsten Stadt angekommen. Ferrari muss in dieser Phase der WM sogar aufpassen, sich nicht auf einem Abstellgleis wiederzufinden – um Red Bull Racing-Honda Platz zu machen. In Zahlen sieht das so aus: Mercedes-Benz führt nach Halbzeit der WM den Konstrukteurs-Pokal überlegen an, mit 438 Punkten. Auf Rang 2 folgt Ferrari mit 288 Zählern, aber dann bereits Red Bull Racing-Honda mit 244.

Natürlich ist Krititk an Ferrari angebracht. Schliesslich hatten sich die Italiener für 2019 nichts Anderes als den Gewinn der Weltmeisterschaft zum Ziel gesetzt. In Italien verhält es sich wie im deutschsprachigen Europa nach einem Fussballspiel – da werden Tausende auf einmal zu Trainern, die alles besser wissen.

Einige Vorschläge sind hanebüchen («Ferrari braucht jetzt andere Piloten, Vettel ist zu alt, Leclerc zu unreif»), weitere durchaus wohlgemeint und angebracht. So liegt die Frage auf der Hand, wann Ferrari die Schwerpunkte auf die Entwicklung des 2020er Autos legen soll. Die Denke dabei: Wenn der Titel 2019 ohnehin nicht mehr erreicht werden und Ferrari nicht weiter als auf Rang 3 abrutschen kann, wieso dann nicht für 2020 Volldampf voraus?

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat sich im Rahmen des GP-Wochenendes von Ungarn dazu geäussert. Der Italiener sagt: «Sollten wir uns bereits ganz aufs nächstjährige Auto konzentrieren? Ich finde nicht. Ich finde es deshalb nicht, weil wir für kommende Saison ein stabiles Reglement haben, was immer wir also am diesjährigen Rennwagen verbessern, das ist auch im Hinblick auf den 2020er Ferrari lohnenswert.»

«Darüber hinaus haben wir neun weitere Rennen zu fahren, wir haben aber noch keines gewinnen können. Das wollen wir so bald als möglich korrigieren. Wir werden alles daran setzen, die Saison mit einem Hoch zu beenden.»

Die Ferrari-Bilanz fällt gemessen an den direkten Gegnern Mercedes-Benz und Red Bull Racing-Honda nach zwölf Rennen so aus.

Mercedes-Benz
Pole-Positions: 8
Siege: 10
Podestränge: 19
Top-10-Platzierungen: 23
Beste Rennrunden: 4
Punkte: 438

Ferrari
Pole-Positions: 3
Siege: 0
Podestränge: 11
Top-10-Platzierungen: 21
Beste Rennrunden: 3
Punkte: 288

Red Bull Racing-Honda
Pole-Positions: 1
Siege: 2
Podestränge: 5
Top-10-Platzierungen: 21
Beste Rennrunden: 5
Punkte: 244

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