Fernando Alonso: Zak Brown hält McLaren-Türe offen

Von Rob La Salle
Formel 1
Zak Brown und Fernando Alonso

Zak Brown und Fernando Alonso

​McLaren tritt 2020 vollzeit in der IndyCar-Serie an. Fernando Alonso hat dazu nur einen kurzen Tweet abgesetzt. McLaren-CEO Zak Brown sagt: «Für Fernando Alonso steht bei McLaren immer eine Tür offen.»

Vor kurzer Zeit hat McLaren bestätigt: Der englische Traditionsrennstall bestreitet 2020 eine komplette IndyCar-Saison, im Rahmen einer Partnerschaft mit Schmidt Peterson Motorsports, es werden zwei Dallara-Chevy eingesetzt. Die Leitung des Programms wird der frühere IndyCar-Champion und Indy-500-Sieger Gil de Ferran haben. McLaren hat letztmals vor vierzig Jahren die ganze Saison bestritten, also 1979. McLaren hat im IndyCar-Sport 28 Rennen gewonnen, davon drei Indy-500-Siege, 1972 mit Mark Donohue, 1974 und 1976 mit Johnny Rutherford. McLaren-Piloten gewannen 1973 und 1977 die Meisterschaft, 1973 mit Roger McCluskey und 1977 mit Tom Sneva.

Fernando Alonso hat sich dazu nur im Rahmen eines kurzen Tweets geäussert. Der Asturier, Ende Juli 38 Jahre alt geworden, schrieb: «Fantastische Neuigkeiten!!! Eine legendäre Marke in der Formel 1 und in Indy!!!» Aber sitzt in einem Auto der legendären Marke auch Alonso?

McLaren-CEO Zak Brown hat aus seiner Schwäche für den zweifachen Weltmeister nie ein Geheimnis gemacht. Der Kalifornier sagt gegenüber den Kollegen von Racer: «Für Fernando steht bei McLaren immer eine Tür offen. Er ist Teil unserer Familie, er steht bei McLaren als Fahrer unter Vertrag, und erstmals in einer langen Zeit hat er keinen proppevollen Terminkalender. Natürlich weiss Fernando ganz genau, was bei uns passiert. Wir werden uns später zusammensetzen und in Ruhe unsere und seine Pläne besprechen, um herauszufinden, ob die sich vereinen lassen.»

Der 47jährige Brown weiter: «Wir müssen langfristig denken, auch über die IndyCar-Saison 2020 hinaus. Die Fahrer sind das vielleicht wichtigste Element. Eine Entscheidung ist noch keine gefallen. Erfahrung ist wichtig. In der Formel 1 fahren wir mit einem erfahrenen Mann, mit Carlos Sainz, und einem Rookie, mit Lando Norris. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Ich sage nicht, dass wir das in der IndyCar-Serie ebenso machen werden, aber sinnvoll wäre eine solche Kombination schon.»

«Wir machen das Hand in Hand mit Sam Schmidt. Niemand muss ihm über die Qualitäten von Rennfahrern etwas erklären. Wir werden diese Entscheidung gemeinsam treffen.»

2019 fahren für Schmidt Peterson Motorsports der Kanadier James Hinchcliffe und der Schwede Marcus Ericsson. Nach 12 von 17 Rennen ist Hinchcliffe in der Meisterschaft Zehnter, Ericsson 15.

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