Grauenvoller Unfall: Alex Peroni hat 1000 Schutzengel

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Den Fans stockte der Atem: Der Renner des Australiers Alex Peroni wurde in der Parabolica von einem Randstein ausgehebelt und flog in die Schutzzäune. Der Fahrer ist unverletzt geblieben, die FIA handelt.

Formel-2-Anthoine Hubert ist am 31. August in Spa-Francorchamps ums Leben gekommen. Heute hat Formel-3-Fahrer Alex Peroni, der 19jährige Australier aus Hobart (Tasmanien), vor dem dritten Formel-1-Training im ersten Rennen der Formel 3 einen fürchterlichen Unfall überlebt.

Peroni kam in der gefährlichen Parabolica-Rechts vor Start/Ziel von der Ideallinie ab. Sein Campos-Rennwagen wurde von einem Randstein ausgehebelt, mehr als zehn Meter hoch in die Luft geschleudert und flog dann in die Fangzäune. Peroni konnte dem Wagen scheinbar unverletzt entsteigen, musste sich aber ins Medical Centre der Piste in Monza begeben, für weitere Tests.

Der Randstein war offenbar zuvor beschädigt worden, nur so konnte er zur Sprungschanze für den Wagen von Peroni werden. Die Reste dieses schlafenden Polizisten aus Kunststoff sind vor dem dritten Training der Formel 1 von der FIA entfernt worden. Das dritte F1-Training begann verspätet, weil repariert werden musste.

Die FIA gibt an, dass niemand verletzt worden ist, der zu jenem Zeitpunkt hinter dem Schutz-Zaun stand.

Warnung vor der Parabolica

Sollte sich ein Formel-1-Fahrer in der berühmten Parabolica-Kurve von Monza zu viele Freiheiten erlaubten, kennen die Regelhüter des Autoverbands FIA ab sofort kein Pardon – harte Strafe angekündigt.

Formel-1-Rennchef Michael Masi war aufgefallen, wie einige Fahrer in Monza versucht haben, in der letzten Kurve vor Start und Ziel tüchtig Schwung auf die folgende Gerade mitzunehmen. Sie machen das in der Regel mit einer ganz weiten Linie in der berühmten Parabolica (Kurve 11), über die eigentliche Pistengrenze hinaus. Und genau das unterbindet Masi jetzt.

In einer Direktive, die an alle Rennställe gegangen ist, macht Masi klar, dass er kein Fehlverhalten dulden wird: Die Fahrer müssen ihr Auto innerhalb der weissen Linie halten. In der Anweisung heisst es: «Gerät ein Fahrzeug mit allen vier Rädern links neben die weisse Linie, an der Aussenseite von Kurve 11, wird die laufende und die darauf folgende Rundenzeit gestrichen.»

Im zweiten freien Training zum Grossen Preis von Italien hatte McLaren-Fahrer Lando Norris eine entsprechende Warnung erhalten.

In der ersten und dritten Schikane gilt: Wer von der Bahn abkommt, muss an Styroporkörpern oder an Verkehrspollern vorbei auf die Bahn zurückkehren, der damit verbundene Zeitverlust macht eine weite Linie in jenen Kurven unattraktiv.

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