Max Verstappen verrät: Das würde er als Teamchef nie tun
Max Verstappen hat mit seinem Red Bull Racing Team schon 71 GP-Siege und vier WM-Titel gefeiert. Deshalb weiss der Formel-1-Star gut, was ein Team zusammenhält – und auch, woran es zerbrechen kann.
Wer als Team Erfolg haben will, muss alles richtig hinbekommen. Das weiss kaum einer besser als Max Verstappen, der mit seinem Red Bull Racing Team immer wieder aufs Neue beweist, wie man Erfolge feiert. Der Niederländer hat eine genaue Vorstellung davon, wie ein Team aussehen muss, um die richtigen Voraussetzungen für GP-Siege und Titelgewinne zu erfüllen.
Der 28-Jährige kann deshalb auch sagen, was ein Team unterlassen sollte – genauer gesagt: Wie eine Fahrer-Paarung aussehen muss, damit das Team nicht auseinander bricht. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Gabriel Bortoleto im «Pelas Pistas»-Podcast sinnierte er darüber, was er als Teamchef tun und lassen würde, etwa bei der Fahrer-Wahl.
Diese sei beim früheren Sauber- und heutigen Audi-Werksteam von Vorteil, denn der junge Bortoleto und der erfahrene Nico Hülkenberg kommen sich nicht so sehr in die Quere wie zwei junge Top-Fahrer, die für Spannungen sorgen könnten. «Das wäre nicht ideal», ist sich der Red Bull Racing-Star sicher. «Das zeigt auch der Blick in die Vergangenheit, wenn es darum geht, welches die besten Fahrer-Paare waren, um Titel zu gewinnen.»
Ein gutes Beispiel sei da auch der Fussball-Klub Real Madrid, erklärte der 71-fache GP-Sieger: «Ich bin zwar Barcelona-Fan, aber Madrid macht da einen sehr guten Job bei der ersten Mannschaft. Sie sorgen dafür, dass ältere Spieler, sobald sie am Ende ihrer Karriere angelangt sind, sofort durch junge Talente ersetzt werden, die die Lücke füllen können.»
«Meiner Meinung nach muss man in der Formel 1 das Gleiche versuchen: Man hat einen älteren Fahrer, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist, oder kurz davor steht, und dann braucht man auch einen Piloten, der einspringen und gewissermassen die Nachfolge antreten kann, um sicherzustellen, dass man als Team nicht ins Hintertreffen gerät», fuhr der vierfache Champion fort.
Und Verstappen betonte: «Ich glaube, zwei Fahrer, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere sind, würden einander in die Quere kommen, und am Ende würde es dazu führen, dass ein Team auseinander bricht, weil es in zwei Lager geteilt wird – egal, wie erfolgreich es war oder ist. Das geht vielleicht ein oder zwei Jahre lang gut, aber es ist nicht nachhaltig. Solange du nicht um WM-Titel kämpfst, ist es kein so grosses Problem, weil nicht so viel auf dem Spiel steht. Aber man sieht erst, wie jemand wirklich ist, wenn es um die WM geht. Das ist sehr hart, und als Teamchef würde ich nie riskieren, dass meine Fahrer auf diese Art und Weise gegeneinander kämpfen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach