Sebastian Vettel: So schätzt er Ferrari-Chancen ein

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Ferrari-Star Sebastian Vettel liegt nach dem ersten Trainingstag im Hintertreffen, gemessen an Lewis Hamilton und Max Verstappen. Aber Vettel sagt: «Unser Rückstand am Freitag ist nicht repräsentativ.»

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hatte von Anfang an klargemacht: «Singapur ist nicht die beste Strecke für uns. Aber wir haben einige neue Teile im Gepäck, und wir hoffen natürlich, dass wir damit konkurrenzfähiger sein werden.»

Sebastian Vettel ist ein absoluter Singapur-Spezialist. Die Frage ist: Reicht das, um gegen Lewis Hamilton im Mercedes-Benz und Max Verstappen im Red Bull Racing-Honda eine Chance zu haben? Der vierfache Weltmeister ist nicht sicher: «Heute haben wir es nicht geschafft, die eine schnelle Runde auf den Punkt zu bringen. Der Rückstand von acht Zehnteln ist deshalb für mich nicht repräsentativ. Da geht bei uns noch mehr. Generell haben die letzten Jahre gezeigt – man sollte die Freitagzeiten in Singapur nicht über-interpretieren. Dass Mercedes schneller ist als wir, das ist unbestritten, aber um wie viel, das wird sich dann am Samstag zeigen.»

Die Tatsache, dass Vettel seinen aufmüpfigen Stallgefährten Charles Leclerc fünf Zehntel aufgebraten hat, «dafür kann ich mir nichts kaufen», bleibt Sebastian unberührt. «Das war auch nicht mein Ziel. Wichtiger ist, dass ich mich im Wagen wohlfühle. Da müssen wir uns noch verbessern. Auf eine schnelle Runde ist dieses Gefühl besser als im Dauerlauf, also gibt es noch viel zu tun. Das Ziel ist ja, dass wir beide vorne reinfahren.»

«Die Balance ist noch nicht so, wie ich sie gerne hätte. Die Vorderachse macht nicht ganz das, was sie soll. Bei längerem Einsatz ist der Wagen zu nervös und rutscht zu viel. Das kostet viel Zeit, wenn du hier nicht das volle Vertrauen hast.»

«Wir haben neue Teile, die haben alle funktioniert. Das ist eine gute Nachricht. Ich glaube, wir sind näher an der Spitze dran als die Zeiten behaupten. Aber es fehlt noch etwas nach ganz vorne.»

«Es ist besonders knifflig hier, die Reifen ins beste Betriebsfenster zu bringen. Die Runde ist verhältnismässig lang. Da musst du schauen, dass der Grip von der ersten Runde an stimmt, aber auf der anderen Seite darfst du den Walzen auch nicht zu viel zumuten, weil sonst die ideale Haftung gegen Schluss der Runde abhandenkommt. Die Aufwärmrunde ist ganz wichtig, und dann musst du dir schon sehr gut überlegen, wann und wo du attackierst. Du musst einen Kompromiss finden. Im Renntrimm haben wir kein Top-Produkt, aber damit müssen wir halt leben.»


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