Brawn kritisiert Verstappen: «Aus Fehlern lernen»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Max Verstappen und Lewis Hamilton

Max Verstappen und Lewis Hamilton

Max Verstappen sind beim Mexiko-GP einige Fehler unterlaufen. Formel-1-Sportchef Ross Brawn gibt dem 22-Jährigen den Rat mit auf den Weg: Mach‘ es wie Lewis Hamilton.

Max Verstappen hat beim Mexiko-GP nach längerer Zeit mal wieder seine unreife Seite gezeigt. Dem Niederländer unterliefen über das Rennwochenende hinweg einige Fehler.

Darunter welche, die passieren können, die auch den besten Fahrern unterlaufen können. Aber auch Patzer, die wenig nachvollziehbar sind. Vor allem aber seine Reaktionen darauf. Denn die zeugten von sehr wenig Einsicht.

«Max hat ein paar Fehler gemacht, die ihn viel gekostet haben», schrieb Formel-1-Sportchef Ross Brawn in seiner Kolumne. «Es fing am Samstag an, als er nach dem Crash von Valtteri Bottas im Qualifying die gelben Flaggen ignorierte und anschließend offen zugab, dass er seine Geschwindigkeit nicht reduziert hatte.»

Das zog das meiste Echo – zum überwältigenden Teil negativ – nach sich. Sein Vater Jos meinte: «Das ist das Großartige an ihm, er trägt sein Herz auf der Zunge. Aber in diesem Fall hätte er besser den Mund gehalten.» Er verlor seine Pole, da er nicht abbremste, wurde um drei Plätze zurückversetzt. Rennleiter Michael Masi betonte übrigens nach dem Rennen am Sonntag, die Untersuchung gegen Verstappen sei nicht aufgrund seiner Aussagen erfolgt.

Das war es aber noch nicht. «Dann, am Sonntag, kollidierte er in Kurve 2 nach dem Start mit Lewis Hamilton. Schlimmer noch: Nach einem etwas ehrgeizigen Move gegen Bottas hat er sich einige Runden später einen Reifenschaden zugezogen», so Brawn weiter.

«Ich erkenne bei ihm keine Absicht. Es ist einfach so, als ob er solche Situationen magnetisch anzieht», sagte Weltmeister Hamilton. Er betonte: «Bei ihm ist es einfach so, dass eine Kollision sehr wahrscheinlich ist, wenn du ihm keinen zusätzlichen Raum schenkst. Also machst du das dann die meiste Zeit.»

Verstappen wurde nach einer Aufhoiljagd von Platz 20 zwar noch Sechster, aber für seine Ansprüche ist das zu wenig. «Er zeigte sein Alter oder das fehlende Alter. Er ist erst 22 Jahre alt und daher gibt es viel Raum für Verbesserungen», so Brawn.

Sein Rat: «Das Wichtigste ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Dies gilt auch, wenn man 50 Jahre alt ist, aber vielleicht ein bisschen mehr, wenn man 22 Jahre alt ist. Man muss die Rennen gewinnen, die man gewinnen sollte, und diejenigen, die man nicht gewinnen sollte, wie Lewis gezeigt hat - so wird man Weltmeister.»


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