Mika Häkkinen: Sein Urteil über Lewis Hamilton

Von Mathias Brunner
Formel 1
London 1996, von links: Gary Paffett, Tom Sisley, Lewis Hamilton und Mika Häkkinen

London 1996, von links: Gary Paffett, Tom Sisley, Lewis Hamilton und Mika Häkkinen

​Der Finne Mika Häkkinen hat Lewis Hamilton erstmals 1996 in London getroffen, da war der Brite elf Jahre jung. Was der zweifache Weltmeister Häkkinen über den sechsfachen Champion Hamilton sagt.

Unser Foto hält einen Moment fest, den Mika Häkkinen nicht vergessen hat, wie er in seiner jüngsten Kolumne für den Wettanbieter Unibet betont: «Ich kann mich gut daran erinnern, als ich Lewis Hamilton zum ersten Mal traf. Das war anlässlich der Autosport-Preisverleihung in London 1996. Hamilton war ganze elf Jahre alt und Kart-Meister, und die Organisatoren baten mich, mit ihm und den anderen Kartjungs Gary Paffett und Tom Sisley ein paar Fotos zu machen.»

Knapp 23 Jahre später ist der inzwischen 51jährige Häkkinen zweifacher Formel-1-Weltmeister (1998 und 1999, mit McLaren-Mercedes), und der 34jährige Hamilton hat sich in Texas zum sechsfachen Champion gemacht (2008 mit McLaren, 2014/2015 sowie 2017–2019 mit Mercedes-Benz).

Mika weiter: «Er war jung, er war ganz offensichtlich talentiert und er strotzte vor Ehrgeiz. Mein damaliger McLaren-Teamchef Ron Dennis hat sich dann dazu entschlossen, diesen Jungen gezielt zu fördern, bis zur Formel 1, in welcher Lewis 2007 debütierte.»

«Es ist eine unfassbare Leistung, sechs WM-Titel zu erobern. Ich war sehr froh, dass ich in Austin diesen Moment miterleben durfte. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, Weltmeister zu werden und dann seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Aber sechs? Das untermauert, welche gewaltiges Talent dieser Mann hat; es zeigt auch, wie konstant Mercedes auf anhaltend hohem Niveau fährt. Hamilton und der Silberpfeil, das ist eine herausragende Kombination, und Lewis hat aus seinen Möglichkeiten fast das Optimum herausgeholt.»

«Für mich ist es für den Erfolg von Mercedes-Benz ganz elementar, welche Mannschaftsleistung dahintersteckt, und es hat mich besonders gefreut, dass Team-Player Valtteri Bottas beim Titelgewinn von Hamilton das Rennen gewinnen konnte. Valtteri hat sich in den USA wirklich keine Blösse gegeben, er hat sein Auto am Samstag auf die Pole-Position gestellt und ist am Sonntag unwiderstehlich zum Sieg gerast.»

«Texas war der vierte Saisonerfolg von Bottas, nach Melbourne, Baku und Suzuka, er ist WM-Zweiter und zeigt seine bislang beste Formel-1-Saison. Das beweist mir, dass er sich nach wie vor weiterentwickelt.»

«Teamchef Toto Wolff weiss ganz genau, dass er die derzeit wohl stärkste Fahrerpaarung der Formel 1 unter Vertrag hat. Das Team kann sich jetzt in Ruhe auf die Saison 2020 konzentrieren, und ich bin davon überzeugt – wer im kommenden Jahr den WM-Titel erobern will, der muss erst mal die Silberpfeile hinter sich lassen.»

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