F1-Zukunft: Wie viel Sinn machen die neuen Regeln?

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Die neue F1-Fahrzeuggeneration soll für mehr Action sorgen

Die neue F1-Fahrzeuggeneration soll für mehr Action sorgen

Die Formel-1- und FIA-Verantwortlichen haben in Austin das neue Regelwerk vorgestellt, das ab 2021 in Kraft tritt. GP-Veteran und F1-TV-Experte Karun Chandhok bewertet die neuen Vorgaben.

Am Donnerstag vor dem Austin-GP stellten die F1-Entscheidungsträger der Öffentlichkeit die neuen Regeln vor, die ab 2021 für mehr Action und eine spannendere WM sorgen sollen. Während einige Ingenieure Bedenken über die eingeschränkte Konstruktionsfreiheit äusserten, kam das neue Regelwerk bei einigen Experten gut an.

Auch der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte Karun Chandhok schreibt in seiner Kolumne auf Skysports.com: «Der erste Eindruck ist generell positiv. Ross Brawn und Nikolas Tombazis vom Automobilweltverband FIA haben ein sehr logisches und auf Daten basiertes Regelwerk vorgestellt, das ganz offensichtlich Sinn macht.»

«Das Wichtigste ist, dass man sich darauf konzentriert hat, die Rennen zu verbessern und darauf, engere Verfolgungsjagden und das Überholen zu erleichtern. Denn aktuell verliert man rund 45 Prozent Abtrieb, wenn man einem Gegner folgt. Das hält die Fahrer davon ab, ihrem Vordermann im Nacken zu sitzen und erschwert damit auch Überholmanöver», erklärt der Inder.

«Die neuen Regeln erlauben es den GP-Stars, ihren Gegnern auf die Pelle zu rücken, denn damit verlieren sie nur noch rund 20 Prozent Abtrieb, und das ist eine deutliche Verbesserung», betont Chandhok, und stellt klar: «Ja, die Top-3-Teams sind sehr besorgt, weil die neuen Regeln ihre Design-Möglichkeiten einschränken, aber letztlich müssen die FIA und die Formel 1 im Sinne der Show genau das tun, was für alle zehn Teams das Beste ist und was neue Teilnehmer in die WM locken kann.»

Deshalb bemühen sich die Verantwortlichen auch, die Kosten zu drücken, erklärt der 35-Jährige weiter: «Künftig sollen jene belohnt werden, die ihr Geld clever investieren, und nicht jene, die am meisten Geld ausgeben. Das läuft natürlich darauf hinaus, dass die grossen Teams Leute verlieren werden, da sie ihre Organisationen verkleinern müssen. Aber man hofft natürlich, dass neue Teams in die F1 einsteigen werden, in denen diese Leute dann neue Jobs haben werden.»

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