James Allison (Mercedes): «Sehr enttäuschender Tag»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Technikchef James Allison

Mercedes-Technikchef James Allison

Mercedes-Technikchef James Allison gestand nach dem Brasilien-GP: «Wir haben einige Fehler gemacht.» Und der Ingenieur gestand: «Wir waren heute nicht so schnell wie Red Bull Racing.»

Letztlich gab es für Mercedes in Interlagos nicht viel zu feiern, obwohl Lewis Hamilton und Valtteri Bottas den zweitletzten Saisonlauf von den Startplätzen 3 und 4 hatten in Angriff nehmen müssen. Doch am Ende mussten die Silberpfeile mit einen bitteren Nuller und dem siebten Platz von Lewis Hamilton Vorlieb nehmen, der nach dem Rennen eine 5-Sekunden-Strafe kassierte, weil er in den letzten Runden mit Alex Albon aneinandergeraten war. Hamilton hatte kurz zuvor während der zweiten Safety-Car-Phase einen sehr späten Stopp eingelegt und versucht, zumindest einen Teil der verlorenen Positionen wieder zurückzugewinnen.

Hamilton entschuldigte sich nach dem Fallen der Zielflagge umgehend beim F1-Rookie, der damit um ein gutes Ergebnis gebracht wurde. Und der sechsfache Champion nahm die ganze Schuld für die Kollision auf sich. Noch schlimmer als dem 83-fachen GP-Sieger erging es Bottas, der die Zielflagge erst gar nicht sah, weil sein Motor die Arbeit verweigerte. Der Finne musste seinen Dienstwagen mit rauchendem Heck am Streckenrand abstellen und Mercedes erklärte den Ausfall kurz darauf mit einem zu hohen Ölverbrauch des Triebwerks.

Technikchef James Allison fasste nach dem Rennen selbstkritisch zusammen: «Heute war ein sehr enttäuschender Tag, an dem wir einige Fehler gemacht haben. Gleichzeitig war eines unserer Autos unzuverlässig, was untypisch für uns ist. Dadurch wurde bei Valtteri aus einem ordentlichen Ergebnis ein Ausfall und bei Lewis kam es zu einem enttäuschenden Resultat.»

Und der Engländer gestand unumwunden: «Die einfache Antwort ist, dass wir heute nicht so schnell wie Red Bull Racing waren. Am Ende haben wir etwas versucht und den Preis dafür bezahlt, dass wir dabei etwas zu optimistisch waren. Wir holten Lewis kurz vor Rennende für einen frischen Reifensatz herein und verloren dadurch einige Plätze. Danach wurde er in einen Unfall verwickelt, der eine indirekte Folge dieser Entscheidung war.»

«Valtteri hatte im Rennverlauf ein Problem mit dem Ölverbrauch, das wir überwacht haben», fügte der Ingenieur mit Blick auf den schmerzlichen Ausfall von Bottas an. «Aber es wurde schlimmer und führte letztlich zu seinem Ausfall. Alles in allem war es ein sehr enttäuschendes Wochenende für uns, das wir nun schnell hinter uns lassen möchten, um uns auf Abu Dhabi zu konzentrieren, wo wir die Saison hoffentlich gut abschliessen können.»

Bottas seufzte nach dem verfrühten Rennende: «Alles in allem war es ein schwieriges Rennen, schon vor meinem Ausfall. Heute war die Pace einfach nicht ganz da, das müssen wir nun genau untersuchen. Ich war auf einer Einstoppstrategie und wollte das Rennen auf den harten Reifen zu Ende fahren. Aber ich musste noch einmal an die Box, da wir überzeugt waren, dass die Reifen nicht bis ins Ziel halten würden.»

«Es ist natürlich nicht ideal, die Strategie so ändern zu müssen, aber am Ende spielte es keine Rolle, da ich ausgefallen bin. Ich kenne die Details noch nicht. Ich habe nur einen plötzlichen Leistungsverlust gespürt. Das müssen wir uns jetzt ansehen und die Ursache herausfinden», kommentierte der 30-Jährige. «Das war sehr enttäuschend, besonders da am Ende viel passiert ist und ich gerne dabei gewesen wäre.»

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