Christian Horner: «Pierre Gasly fährt wie befreit»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Gasly hat beim Grossen Preis von Brasilien sein bestes Formel-1-Ergebnis erkämpft: Grandioser Zweiter hinter Max Verstappen. Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner spricht über seinen früheren Piloten.

Es war in Brasilien schwer zu sagen, wer sich mehr freute: Die Truppe von Red Bull Racing-Honda mit Sieger Max Verstappen, die Mannschaft von Toro Rosso-Honda über den zweiten Platz von Pierre Gasly, oder das McLaren-Team über den ersten Podestrang von Carlos Sainz, gleichzeitig der erste Treppchenbesuch der Engländer seit mehr als fünf Jahren.

Der zweite Rang ist für Pierre Gasly besonders süss. Denn die vergangenen zwölf Monate waren für den Piloten aus der GP-Stadt Rouen ein ständiges Auf und Ab. Zunächst die Freude, dass er zur Saison 2019 hin von Toro Rosso zu Red Bull Racing geholt wird. Es folgte die Ernüchterung bei RBR, weil Gasly das Ziel verpasste, zur Saisonmitte ungefähr in der Nähe von Verstappen zu sein. Red Bull handelte und nahm einen Platzwechsel vor – Alex Albon von Toro Rosso zu Red Bull Racing, Gasly zurück zu den Italienern.

Albon bedankte sich mit regelmässig guten Leistungen, daher wurde er vor kurzem als Stallgefährte von Verstappen für 2020 bestätigt. Gasly wiederum drohte, was zuvor schon Daniil Kvyat geschehen war – ein Absturz wegen mangelnden Selbstvertrauens. Aber Pierre rappelte sich auf, zeigte nach der Sommerpause zahlreiche bärenstarke Leistungen, Platz 2 in Brasilien ist die Krönung.

RBR-Teamchef Christian Horner vermutet: «Für Pierre gab es zwei Möglichkeiten. Entweder er lässt sich von der Versetzung runterziehen. Oder er ist dankbar, dass er noch immer in der Formel 1 ist und sieht den weiteren Verlauf der Saison als Chance, denn Red Bull glaubt noch immer an ihn. Ganz offensichlich ist bei ihm das Zweite eingetreten.»

«Vielleicht war das neue Kapitel bei Toro Rosso in gewisser Weise eine Erleichterung für ihn. Er kam mit zwei Unfällen aus den Wintertests zu uns, klar waren die Erwartungen hoch. Dann hatte er es nicht leicht, einige Rennen liefen wirklich nicht für ihn, und ihr Jungs wart mit ihm auch nicht eben nachsichtig. Der Druck stieg und stieg, und wir fanden es einfach an der Zeit, ihm diesen Druck zu nehmen. Es ist schön zu sehen, wie er bei Toro Rosso zu seinem wahren Leistungsvermögen zurückgefunden hat, er fährt wie befreit.»

Red-Bull-Chefberater Dr. Helmut Marko und Horner haben Gasly im Sommer klargemacht: Die Versetzung zu Toro Rosso ist kein Adieu, das kann durchaus Auf Wiedersehen bedeuten. Horner in Interlagos: «Wenn wir glauben würden, dass er für Red Bull einfach nicht der Richtige wäre, dann hätten wir ihn im Sommer aus dem Vertrag entlassen. Wir glauben anhaltend an sein Talent, und daher ist er weiterhin Bestandteil unseres Fahrer-Pools.»

Red Bull Racing-Honda tritt 2020 mit Max Verstappen und Alex Albon an, das 2020 unter der Bezeichnung Alpha Tauri antretende Toro-Rosso-Team mit Pierre Gasly und Daniil Kvyat.

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