Trotz Elektro-Trend: Warum die F1 beim Hybrid bleibt

Von Otto Zuber
F1-Techniker Pat Symonds

F1-Techniker Pat Symonds

VW hat sich entschieden, alle Vierrad-Werksprojekte mit Verbrennungsmotor einzustellen. Die Formel 1 geht einen anderen Weg. Aus guten Gründen, wie Formel-1-Techniker Pat Symonds erklärt.

Volkswagen Motorsport verabschiedet sich vom Verbrennungsmotor, alle entsprechenden werksseitigen Projekte werden eingestellt. Damit folgt man dem Beispiel des Mutterkonzerns, der mittelfristig nur noch auf reine Elektroantriebe setzen will. Für die Formel 1 geht dieser Schritt zu weit. In der Königsklasse hält man an den Hybrid-Motoren fest, und das aus gutem Grund, wie der frühere Renningenieur und heutige F1-Techniker Pat Symonds betont.

Denn auch wenn der Elektro-Trend in der Automobilindustrie anhält, werden immer noch mehr als 90 Prozent aller Fahrzeuge auf diesem Planeten von einem Verbrennungsmotor angetrieben. Folglich bringt es kurzfristig viel, diesen Antrieb sauberer zu gestalten. Hinzu kommt, dass es schwierig ist, bei grösseren Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen auf reine Elektro-Power zu setzen. Deshalb macht es durchaus Sinn, sich weiter auf die Verbrenner zu konzentrieren.

Die Formel-1-Verantwortlichen wollen etwa beim Kraftstoff ansetzen. Symonds erklärt: «Wir können dafür nicht weiterhin Erdöl aus dem Boden pumpen, vielmehr geht es darum, diese irgendwie synthetisch herzustellen. Und das ist es, was wir in der Formel 1 erforschen wollen, um hoffentlich eine Vorreiterrolle zu übernehmen.»

Der Ingenieur weiss: «Ich bin überzeugt, dass es keine einfache Lösung gibt, aber alles, was von Wert ist, erfordert Einfallsreichtum, Hingabe und den Willen, eine Veränderung zu bewirken. Wenn uns das gelingt, ist das ein weiterer Beitrag, den die Formel 1 für die Welt leisten kann.» Er ist sich sicher: «Mit dem nächsten Motor können wir einen radikalen Fortschritt erzielen, bei dem der Kraftstoff direkt an den Motor angepasst wird, was interessante Möglichkeiten eröffnet. Wir können der Welt zeigen, dass es Alternativen gibt zur Stromspeicherung in schweren, dreckigen Batterien.»

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