Lewis Hamilton: «Das Reisen belastet Beziehungen»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

Der sechsfache Formel-1-Champion Lewis Hamilton spricht angesichts der gescheiterten Ehe seines Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas über die Opfer, die man als GP-Star bringen muss.

Das hatten die wenigsten im Fahrerlager der Königsklasse erwartet: Zum Start des Formel-1-Saisonfinales in Abu Dhabi bestätigte Mercedes-Pilot Valtteri Bottas auf Twitter, dass seine Ehe mit der Schwimmerin Emilia Pikkarainen gescheitert ist, das Sportler-Paar lässt sich scheiden. «Leider muss ich euch mitteilen, dass meine Ehe mit Emilia ein Ende hat. Unsere Wege trennen sich auch wegen der Herausforderungen, die meine Karriere mit sich bringt», teilte der stille Finne mit.

«Wir denken, das ist das Beste für uns und unsere Zukunft, wir trennen uns deshalb in Freundschaft», offenbarte der siebenfache GP-Sieger, der es auch nicht verpasste, sich bei seiner künftigen Ex-Frau für alle Opfer, die sie seinetwegen aufgebracht hatte, zu bedanken.

Auch Hamilton wurde auf die Trennung seines Teamkollegen angesprochen, der sechsfache Weltmeister weiss schliesslich aus erster Hand, wie schwierig es ist, eine Beziehung zu pflegen, wenn man ständig auf Achse ist. «Es ist wohl bei allen Spitzensportlern ähnlich, nur dass bei uns das viele Reisen belastend dazukommt. Es ist manchmal verrückt, wie viel wir unterwegs sind, und das belastet die Beziehungen natürlich», kommentierte der 83-fache GP-Sieger, der sich auf die entsprechende Frage auch zu den neuerlichen Vaterfreuden von Sebastian Vettel äusserte:

«Bei mir ist das definitiv noch weit weg, ich habe schon Mühe, mich um meine Hunde zu kümmern. Das Leben ist so, wie es derzeit ist, schon schwierig zu meistern», winkte Hamilton lachend ab, und fügte brav hinzu: «Ich gratuliere Sebastian natürlich, er ist sicherlich ein grossartiger Vater.»

Er selbst konzentriert sich vorerst auf seine Karriere. Und bleibt dabei gewohnt selbstkritisch. Auf die Frage, wie er die Team-Leistung in diesem Jahr bewerte, erklärte er frech: «Ich würde sagen, als Team haben wir sechs von zehn Punkten verdient, ganz einfach, weil wir nicht immerzu perfekt waren. Es gab Rennen, in denen wir uns besser hätten anstellen können. Ausserdem denke ich, dass es generell wichtig ist, immer sehr selbstkritisch zu bleiben. Aber wir können natürlich zufrieden sein mit der Arbeit, die wir gemacht haben.»

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