Formel 1

Charles Leclerc nach Quali: «Werde Risiken eingehen»

Von - 30.11.2019 17:30

Ferrari-Star Charles Leclerc schaffte es in Abu Dhabi nicht mehr rechtzeitig über die Start-Ziel-Linie, um einen letzten Qualifying-Versuch zu starten. Nun kündigt der ehrgeizige Monegasse einen spannenden Rennstart an.

Für Charles Leclercs Ferrari-Teamkollegen reichte die Zeit gerade noch, doch auch Sebastian Vettel hatte nicht viel vom letzten schnellen Q3-Versuch in Abu Dhabi, denn seine Reifen waren nach der Aufwärmrunde im Schleichgang viel zu kalt, um den nötigen Grip für einen Angriff auf die Pole-Zeit von Lewis Hamilton zu wagen. Leclerc konnte es nicht einmal versuchen und musste sich am Ende mit der viertschnellsten Rundenzeit begnügen.

Dass er das Rennen vom dritten Startplatz in Angriff nehmen darf, war für den ehrgeizigen Monegassen nur ein schwacher Trost. Er erklärte nach getaner Arbeit sichtlich enttäuscht: «Manchmal passiert das, ich weiss nicht, ob die Situation einfach unglücklich war oder oder ob wir irgendetwas anders hätten machen können. Das werden wir jetzt analysieren und schauen, dass es nicht mehr wieder passiert, denn das ist eine grosse Schande.»

«Ich wusste schon Ausgangs der dritten Kurve, dass es knapp werden würde, aber ehrlich gesagt wollte ich Sebastian nicht überholen und vor ihm sein», berichtete Leclerc, der seinerseits natürlich auf einen guten Windschatten vom vor ihm fahrenden Vettel gehofft hatte. Da der vierfache Weltmeister selbst einen Schnitzer in der ersten Kurve hatte, konnte Leclerc zumindest mit Blick auf das teaminterne Duell aufatmen, denn Vettel musste sich mit der fünftschnellsten Runde begnügen.

Das Duo darf das letzte Kräftemessen des Jahres dennoch aus der zweiten Startreihe in Angriff nehmen, denn Valtteri Bottas muss trotz seiner zweitbesten Runde ans Ende des Feldes rücken, da er sein Motorenkontingent erneut überzogen hat. Leclerc, der damit hinter Polesetter Hamilton und Max Verstappen ins Rennen starten darf, glaubt denn auch noch an seine Siegchancen. Auf die Frage, ob er das Rennen dennoch gewinnen könne, antwortete er kämpferisch: «Definitiv. Ich werde beim Start Risiken eingehen, denn ich denke, das wird nötig sein, schliesslich muss ich vor Max ins Ziel kommen, wenn ich den dritten WM-Rang erobern will.»

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