Daniel Ricciardo: «Konnten das Ruder herumreissen»

Von Otto Zuber
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

Im Qualifying zum Saisonabschluss in der Wüste von Abu Dhabi drehte Renault-Werkspilot Daniel Ricciardo die achtschnellste Runde. «Das Team hat in der Nacht ganze Arbeit geleistet», erklärte er hinterher stolz.

Am Trainingsfreitag in Abu Dhabi hatte Daniel Ricciardo noch einen schwierigen Start ins letzte Rennwochenende des Jahres erwischt: Der sonst so fröhliche Australier musste bereits in der ersten Session einen Motorschaden hinnehmen, wodurch er die letzten 30 Minuten verpasste. Im zweiten Training kam er auch nicht über den 16. Platz hinaus, auf die Tagesbestzeit von Valtteri Bottas fehlten ihm mehr als zwei Sekunden.

Doch Ricciardo und sein Team liessen sich davon nicht entmutigen, sie analysierten alle Daten und schafften es, vor der letzten freien Trainingsstunde einen entscheidenden Fortschritt zu erzielen. Ricciardo drehte die achtschnellste Runde und im Qualifying wiederholte er dieses Kunststück. Damit war der siebenfache GP-Sieger zufrieden, wie er hinterher bestätigte.

«Ich bin wirklich glücklich mit dem heutigen Qualifying, es ist wirklich cool, dass wir es mit beiden Autos in die Top-10 geschafft haben», betonte Ricciardo, der das Rennen wegen Bottas’ Strafversetzung (neuer Motor) vom siebten Startplatz in Angriff nehmen darf. «Wir konnten das Ruder nach dem Freitag noch herumreissen, darauf bin ich besonders stolz. Der Fortschritt, den wir erzielt haben, ist beachtlich und vielversprechend. Das Team hat in der Nacht ganze Arbeit geleistet.»

Sein Teamkollege Nico Hülkenberg, der im Qualifying der Zehntschnellste war und seinen vorerst letzten GP-Einsatz von Startplatz 9 aus in Angriff nehmen wird, fasste zusammen: «Ich war zufrieden mit meinen Quali-Runden in allen Sessions. Zu Beginn war es noch etwas schwierig, ich suchte das richtige Feeling im Auto und gab mein Bestes. Wir waren gestern noch etwas im Hintertreffen, aber wir konnten uns wieder herankämpfen und etwas Performance finden. Das ist gut für das Team und ich denke, im Rennen wird es aufregend und eng werden. Wir kämpfen um den fünften WM-Rang, es steht also noch viel auf dem Spiel.»

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