Konflikt im Nahen Osten: Pirelli sagt Regenreifen-Test in der Wüste ab
Formel-1-Reifenausrüster Pirelli wollte vor dem Saisonstart in Melbourne zwei Tage auf dem Bahrain International Circuit testen. Doch der Test wurde wegen der Eskalation im Nahen Osten abgesagt.
In der vergangenen Woche war der Formel-1-Tross noch in Bahrain, um sich auf den Saisonstart in Melbourne vorzubereiten. Im Rahmen des zweiten von zwei dreitägigen Tests bestätigte der bisherige Pirelli-Rennchef Mario Isola, dass der Reifenausrüster der Königsklasse in dieser Woche am 28. Februar und 1. März noch einen zweitägigen Reifentest auf dem Wüstenkurs absolvieren wolle.
Auf dem Plan stand ein Regenreifen-Test mit den Testträgern von McLaren und Mercedes. Die Strecke wäre künstlich bewässert worden, um diesen durchzuführen. Doch die Lage in der Region hat die Pläne der Italiener durchkreuzt, der Test wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.
Die Pirelli-Mitarbeiter wurden ins Hotel in Manama zurückgeschickt, wo sie sich derzeit in Sicherheit befinden, wie der Reifenhersteller in einem Statement mitgeteilt hat. Man arbeite daran, ihre Rückkehr nach Italien und Grossbritannien so schnell wie möglich zu ermöglichen, heisst es weiter. Doch das gestaltet sich schwierig, denn mehrere Länder haben nach den jüngsten Angriffen von Israel und den USA auf Ziele im Iran sowie den entsprechenden Gegenangriffen der Machthaber in Teheran ihre Lufträume vorübergehend geschlossen.
Zu den US-Militäreinrichtungen, die Iran angegriffen hat, gehört auch das regionale Hauptquartier der US-Marine in Bahrain, wie die staatliche Nachrichtenagentur berichtet hat. Es war nicht das einzige Ziel der Iraner, deren Raketen auch auf Einrichtungen in Saudi-Arabien, Katar und in den Vereinigten Arabischen Emiraten zielten.
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