Neues Rätsel Racing-Raritäten: Name wie geschneidert

Von Mathias Brunner
Formel 1

​​​Das Rätsel «Racing-Raritäten» zeigt einen Fahrer, der einen in der Königsklasse verblüffend verbreiteten Namen trägt. Wer ist hier an der Arbeit zu sehen? Wo und wann ist das Bild entstanden?

Meist aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur LAT stellen wir bekanntlich jede Woche ein kleines Stück Motorsporthistorie vor. Das Vorgehen ist kinderleicht – sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.

Die Lösung vom letzten Mal: Der Australier Brian McGuire mit seinem McGuire BM1-Ford im Training zum britischen Grand Prix 1977 in Silverstone. McGuire schied in der Vorqualifikation vom Mittwoch (!) aus, als Dreizehnter und damit Zweitletzter, 4,28 Sekunden hinter dem Vorquali-Schnellsten – Gilles Villeneuve bei dessen GP-Premiere mit McLaren.

Der Rennfahrer aus Ost-Melbourne zog wie so viele seiner Landsleute hoffnungsvoll nach England, zusammen mit einem anderen aufstrebenden Australier, einem gewissen Alan Jones. Während Jones mit Williams 1980 Formel-1-Weltmeister werden sollte, geriet McGuires Karriere ins Stocken.

McGuire reiste 1966 nach England. Er kaufte jahrelang Autos, um sie mit Gewinn zu verkaufen, so finanzierte er ab 1969 seine Renneinsätze. Er kaufte einen Formel Ford des Typs Merlyn und trat damit in Lydden Hill an. 1971 rückte er in die Formel 3 hoch, doch während Alan Jones 1975 schon im Hesketh Formel 1 fuhr, war McGuire um eineinhalb Jahre zurückgefallen – eine Auszeit für sein Wohnwagen-Geschäft, das er inzwischen aufgebaut hatte.

McGuire kehrte im Rahmen der britischen Formel-5000-Meisterschaft in den Rennsport zurück, Mitte der 70er Jahre entwickelte er sich zum ernstzunehmenden Rivalen.

Für die Saison 1976 kaufte McGuire von Frank Williams ein FW04-Chassis, um damit in der britischen Shellsport-Meisterschaft anzutreten. In dieser Meisterschaft wurde das Feld aus Rennern der Formel 1, Formel 2 und Formel 5000 gebildet. Im September fuhr er damit in Thruxton die Konkurrenz in Grund und Boden. Nur wenige wissen heute noch, dass es sich um den ersten Sieg eines Williams-Renners handelte!

McGuire baute den Wagen daraufhin so um, dass er ihn als McGuire BM1 einsetzte, in Silverstone 1977 konnte er sich damit dennoch wie eingangs erwähnt nicht für den Formel-1-WM-Lauf vorqualifizieren.

Am 29. August 1977 kam McGuire im Training zum Shellsport-Rennen in Brands Hatch ums Leben – angeblich wegen eines losen Aufnahmebolzen in der Pedalerie. McGuires Wagen prallte in eine Mauer, der Fahrer war auf der Stelle tot. Tragischerweise erschlug sein Auto auch einen Feuerwehrmann, zwei weitere Streckenposten wurden schwer verletzt. McGuire hinterliess seine Ehefrau Anne-Siri und einen vierjährigen Sohn, die zur gleichen Zeit Ferien in Norwegen machten. Brian McGuire wurde nur 31 Jahre alt.

Damit zum neuen Rätsel und einem kleinen Tipp: Dieser Fahrer trug einen in der Formel 1 erstaunlich verbreiteten Namen, der auf ihn wie geschneidert war.

Machen auch Sie mit! Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.

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