Lando Norris (McLaren): Gast-Start bei den IndyCars

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Der 20jährige McLaren-Fahrer Lando Norris sitzt bis zu fünf Stunden pro Tag im Rennsimulator und ist für Herausforderungen immer offen – er nimmt an einem Rennen der virtuellen IndyCar-Meisterschaft teil!

Lando Norris kann einfach nicht genug kriegen vom virtuellen Rennsport. Der 20jährige Engländer hat getwittert: «Dann fang ich mal an zu trainieren.» Denn der WM-Elfte von 2019 hat die Einladung aus Amerika angenommen, an einem Lauf zur virtuellen IndyCar-Meisterschaft teilzunehmen, der «IndyCar iRacing Challenge».

Noch ist unklar, an welchem Rennen der McLaren-Fahrer teilnehmen wird. Beim kommenden Lauf auf dem Circuit of the Americas in Austin (Texas) hätte Norris immerhin Pistenkenntnisse. Die Konkurrenz ist gross: An der Rennserie nehmen unter Anderen teil – Scott Dixon, Josef Newgarden, Ryan Hunter-Reay, Simon Pagenaud, Will Power, Sébastien Bourdais, Tony Kanaan, Colton Herta, Takuma Sato, Ed Carpenter, dazu Helio Castroneves und NASCAR-Champion Kyle Busch. Im Feld der «IndyCar iRacing Challenge» sind also erheblich mehr aktuelle Fahrer zu finden als beispielsweise bei den Sim-Rennen der Formel 1.

Lando Norris kann vom Simulator gar nicht genug bekommen. In seiner Wohnung (nur ein paar Autominuten vom McLaren-Werk in Woking entfernt) verbringt er fast mehr Zeit mit Computerspielen als im Bett. «Ich bin jeden Tag am Streamen», sagt er gegenüber der offiziellen Formel-1-Seite. «Ich würde sagen, im Schnitt um die fünf Stunden am Tag. Dabei geht es nicht immer um Rennspiele. Ich mag auch ‚Rocket League’, ‘Escape from Tarkov’ oder ‘Call of Duty’.»

«Wie lange ich im Simulator sitze, das hängt vom Wettbewerb ab und auch davon, wie ich mich fühle. Ob ich Lust habe, mich intensiver in die Simulation zu begeben oder ob ich einfach Spass haben will. Manchmal kannst du dich im Spiel schon sehr verlieren oder du vergisst einfach die Zeit, wenn du gegen Andere antrittst oder mit jemandem am Chatten bist. Da ist es ratzfatz 23.00 Uhr, und du merkst, dass du noch nicht mal zu Abend gegessen hast.»

«Einige Fahrer etwa beim Formel-1-Spiel sind extrem gut. Sie wissen genau, wie sehr man die Piste ausreizen kann, über welche Randsteine du rattern darfst und welche du vermeiden solltest, wie man das Beste aus dem Wagen herausholt in Sachen Abstimmung, wie du mit dem Sprit haushältst und mit der Energie. Es ist wie im echten Rennwagen: Viele Details ergeben in der Summe einen echten Unterschied. Da brauchst du Stunden und Stunden und Stunden von Spielerfahrung. Und das gibt diesen Fahrern dann die entscheidenden Vorteile.»

«Es geht auch darum, wie ernst du das alles nehmen willst. Einige wollen einfach nur Spass, Andere gehen wirklich sehr ins Detail. Für mich besteht der Reiz darin, wie wettbewerbsfähig diese Fahrer sind. Wir fahren gegen Piloten wie Max Verstappen, die Leistungsdichte ist sehr hoch, es geht um Tausendstelsekunden. Es macht einfach Laune, die perfekte Runde zu fahren oder dich gegen so gute Gegner zu behaupten. Das macht so viel Freude wie im richtigen Rennwagen.»

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