Ross Brawn: «Wie du’s machst, es ist verkehrt»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Die knifflige Kurve 2 in Sotschi

Die knifflige Kurve 2 in Sotschi

​Die Streckenführung bei Kurve 2 von Sotschi gibt nach Ausflügen zahlreicher Fahrer und dem Unfall von Carlos Sainz viel zu reden. Formel-1-Sportchef Ross Brawn: «Wie du’s machst, es ist verkehrt.»

Der Grosse Preis von Russland war für Carlos Sainz nach wenigen Sekunden vorbei – der Madrilene geriet in der schwierigen Kurve 2 der Sotschi-Rennstrecke links von der Bahn, und als er sich durch die von der FIA aufgestellten Styropor-Elemente schlängen wollte, blieb er mit dem linken Vorderrad an der Mauer hängen. Der McLaren trudelte steuerlos auf die Bahn, wo er ausgerechnet seinem Stallgefährten Lando Norris im Weg stand. Sainz anschliessend: «Das ist einfach eine schlecht entworfene Kurve. Wir haben ja gesehen, wie viele Fahrer die Kurve verpasst haben, einer zerstörte sogar die ganzen Elemente.» Das war Haas-Fahrer Romain Grosjean, der damit eine virtuelle Safety-Car-Phase auslöste.

Zahlreiche Fahrer monierten, dass sie nach einem Ausrutscher in jener Kurve auf ungünstige Art und Weise auf die Strecke zurückkehren müssen. Formel-1-Rennchef Michael Masi hatte diese Elemente aufstellen lassen, damit ein Fahrer Zeit verliert, wenn er von der Bahn geraten ist; und dass er sich auf sichere Art und Weise wieder ins Geschehen einordnet.

Michael Masi gibt zu: «Kurve 2 von Sotschi hat sich in den vergangenen Jahren als knifflige Ecke erwiesen. Aber wir müssen uns dessen bewusst sein – wenn wir eine andere Lösung finden, dann wird auch das Auswirkungen haben. Wir suchen immer nach dem besten Kompromiss. Für verschiedene Strecken und Kurven müssen wir auch verschiedene Lösungen bereit haben. Du kannst nicht überall Kiesbetten legen. Es gibt keine Generallösung für jede Kurve.»

Formel-1-Sportchef Ross Brawn findet: «Wie du’s machst, es ist verkehrt. Das grundlegende Problem besteht darin, dass Fahrer immer wieder jenseits der Pistengrenzen fahren. Wenn sie wissen, dass ausserhalb des Asphalts ein Kiesbett kommt, dann lassen sie das schön bleiben. Aber wenn wir zu mehr Kies übergehen, dann haben wir wieder den Fall, dass immer wieder Steine auf die Bahn geschaufelt werden. Und nicht jeder Ausflug soll gleich mit einem Ausfall enden.»

«Ich halte Auslaufzonen aus Asphalt überwiegend für die bessere Lösung. Aber wir müssen sicherstellen, dass die Fahrer das nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Wenn du als Pilot weisst, dass du für Fehler so gut wie gar nicht bestraft wirst, dann gehst du mehr Risiken ein. Ich bin sicher, Michael Masi und seine Kollegen werden sich gründlich überlegen, ob für Kurve 2 von Sotschi nicht eine bessere Lösung gefunden werden kann.»

Russland-GP, Sotschi

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 1:34:07,868 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +7,729 sec
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +22,729
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +30,558
5. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +47,065
6. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1:02,186 min
7. Esteban Ocon (F), Renault, +1:08,006
8. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1:08,740
9. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,669
10. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1:32,995
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
15. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
17. Romain Grosjean (F), Haas, +1 Runde
18. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash

WM-Stand Fahrer nach 10 von 17 Rennen

1. Hamilton 205 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 128
4. Norris 65
5. Albon 64
6. Ricciardo 63
7. Leclerc 57
8. Stroll 57
9. Pérez 56
10. Gasly 45
11. Sainz 41
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 366
2. Red Bull Racing 192
3. McLaren 106
4. Racing Point 104
5. Renault 99
6. Ferrari 74
7. AlphaTauri 59
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0




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