Robert Kubica: Kritik an Klagen wegen Porpoising

Von Otto Zuber
Robert Kubica: «Ich bin mir sicher, dass jeder im Fahrerlager bei der Abstimmung oder gar beim Design der Fahrzeuge Kompromisse eingeht»

Robert Kubica: «Ich bin mir sicher, dass jeder im Fahrerlager bei der Abstimmung oder gar beim Design der Fahrzeuge Kompromisse eingeht»

Alfa-Romeo-Reservist Robert Kubica ist sich sicher, dass die Teams das Argument der Sicherheit oft missbrauchen. Dies erklärte der Pole angesichts der technischen Direktive der FIA zum Porpoising.

Die FIA hat vor dem Kanada-GP gehandelt und mit einer technischen Direktive Massnahmen gegen das übermässige Hüpfen der GP-Renner ergriffen. Dies geschah nach dem Aserbaidschan-GP, nachdem sich mehrere Piloten – allen voran die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und George Russell – über Rückenschmerzen beklagt hatten. Dabei wurde auch immer wieder das Argument genannt, die durch das Hüpfen verminderte Sicht sei ein Sicherheitsrisiko.

Der frühere GP-Stammfahrer und heutige Alfa-Romeo-Reservist Robert Kubica ist diesbezüglich skeptisch. Im Gespräch mit «Sport-Express» erklärte er: «Es ist natürlich einfacher, sich zu beschweren und die FIA unter Druck zu setzen, das Problem anzugehen. Natürlich existiert das Porpoising-Phänomen, und ich sage nicht, dass dies kein Problem ist.»

«Ich bin mir sicher, dass jeder im Fahrerlager bei der Abstimmung oder gar beim Design der Fahrzeuge Kompromisse eingeht, um dieses Problem in den Griff zu bekommen, und das geht auf die Performance. Wenn jemand das ignoriert, weil es einfacher ist, sich zu beschweren, dann versucht derjenige, durch das Argument der Sicherheit Druck auf die FIA auszuüben», fügt der Pole an.

Kubica stellte aber auch klar: «Natürlich will keiner Fahrer mit Rückenschmerzen sehen oder Piloten erleben, die Mühe haben, ihre Bremspunkte zu erkennen. Aber wenn das der Fall ist, dann sollte das Team sich auf diese Aspekte konzentrieren, und wahrscheinlich findet man durch das Set-up ein angenehmeres Fahrverhalten. Aber natürlich wollen das die Teams nicht, denn dadurch büssen sie an Performance ein.»

Kanada-GP, Montreal

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:21,757 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +0,993 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,006
04. George Russell (GB), Mercedes, +12,313
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +15,168
06. Esteban Ocon (F), Alpine, +23,890
07. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +25,247
08. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +26,952
09. Fernando Alonso (E), Alpine, +29,945
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +38,222
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +43,047
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +44,245
13. Alexander Albon (T), Williams, +44,893
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +45,183
15. Lando Norris (GB), McLaren, +52,145
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +59,978
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:08,180 min
Out
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Crash
Mick Schumacher (D), Haas, Motor
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Getriebe

Fahrer-WM (nach 9 von 22 Rennen)

01. Verstappen 175 Punkte
02. Pérez 129
03. Leclerc 126
04. Russell 111
05. Sainz 102
06. Hamilton 77
07. Norris 50
08. Bottas 46
09. Ocon 39
10. Alonso 18
11. Gasly 16
12. Magnussen 15
13. Ricciardo 15
14. Vettel 13
15. Tsunoda 11
16. Zhou 5
17. Albon 3
18. Stroll 3
19. Schumacher 0
20. Nico Hülkenberg (D) 0
21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 304 Punkte
02. Ferrari 228
03. Mercedes 188
04. McLaren 65
05. Alpine 57
06. Alfa Romeo 51
07. AlphaTauri 27
08. Aston Martin 16
09. Haas 15
10. Williams 3

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