Vettel gewinnt nach Nervenkrieg

Von Stefanie Szlapka
Formel 1
Vettel Rennen Barcelona

Vettel Rennen Barcelona

Sebastian Vettel hielt rundenlang Lewis Hamilton hinter sich und gewinnt knapp vor dem Briten

Sebastian Vettel ist momentan das Mass aller Dinge. Der Deutsche konnte auch den Lauf in Barcelona gewinnen – wenn auch denkbar knapp. Er hielt die beiden McLaren Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button hinter sich. Pole-Mann Mark Webber musste sich mit Rang 4 zufrieden geben. Wie schon so oft in dieser Saison spielten die Boxenstrategie und die Reifen eine große Rolle. Auch das KERS von Red Bull Racing sorgte wieder für Aufregung.

Eine Vorentscheidung für Webber war der Start: Hier wurde er in der ersten Kurve innen von Fernando Alonso und außen von Vettel überholt. Alonso konnte vor dem Deutschen und dem Australier in Führung gehen. Nun begannen die Taktikspielchen: Bereits in der neunten Runde ging Vettel an die Box. Zwar kam er hinter einer Kampfgruppe heraus, konnte diese aber schnell hinter sich lassen. Der Rest der Spitzengruppe Alonso, Webber und Hamilton zogen mit ihrem ersten Stopp nach. Der Spanier vorne seine Führung vor Vettel verteidigen. Da Webber aber kurzzeitig keine freie Strecke hatte, konnte Hamilton an ihm vorbeiziehen.

In der 19. Runde legte Vettel überraschend früh seinen zweiten Stopp ein. Die Konkurrenz in Form von Alonso und Webber reagierten und wechselten eine Runde später ebenfalls die Reifen. Doch Vettel reichte die eine Runde freie Fahrt, um am Spanier vorbeizugehen. Hamilton folgte fünf Runden später und ging ebenfalls an Alonso vorbei und sicherte sich damit Rang zwei. Beim dritten Stopp änderte sich nichts an der Reihenfolge: Vettel vor Hamilton, Alsonso und Webber.

Dann tauchte Button in der Spitzengruppe auf. Er hatte am Start einige Positionen verloren und fuhr eine andere Strategie als seine Konkurrenten. So hatte er einen Stopp weniger auf dem Buckel und war auf weichen Reifen unterwegs, als sein direkten Konkurrenten Alonso und Webber noch auf die harte Mischung setzte. Diesen Vorteil nutzte der Brite, um beide in der 36. Runde zu überholen.

In der 39. Runde fuhr Alonso zum vierten Stopp an die Box und fiel dadurch hinter Webber zurück. Der Australier stoppte in der 48. Runde zum vierten Mal – die Taktik ging auf, denn er blieb vor Alonso. Doch Webber hing zu lange hinter Alonso fest und hatte somit keine Chance auf das Podium. An der Spitze arbeitete sich Hamilton immer näher an den führenden Vettel heran. Wobei es so aussah, als hätte der Deutche kein KERS und damit einen Nachteil auf seinen Verfolger. In der 49. Runde kam Vettel zum Stopp, Hamilton folgte eine Runde später, konnte jedoch die freie Strecke nicht nutzen und blieb hinter dem Deutschen.

Doch der Zweikampf war noch nicht vorbei: Hamilton klebte im Heck des Deutschen, der versuchte ohne KERS vorne zu bleiben. Wie hart der Zweikampf war, zeigten die sehr schnellen Rundenzeiten – ungewöhnlich am Ende des Rennens. Vettel machte sich so breit wie möglich und gewann mit 0,6 Sekunden vor Hamilton.

Michael Schumacher beendete das Rennen auf dem sechsten Rang vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Ein sensationelles Rennen fuhr auch Nick Heidfeld. Der Deutsche hatte nicht am Qualifying teilnehmen können und musste von ganz hinten starten. Er arbeitete sich mit drei Stopps durchs Feld und überquerte als Achter die Ziellinie.

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