Haug: «Müssen vor eigener Tür kehren»

Von Mathias Brunner
Bildunterschrift	Norbert Haug, Motorsportdirektor von Mercedes-Be

Bildunterschrift Norbert Haug, Motorsportdirektor von Mercedes-Be

Mercedes-Sportchef Norbert Haug zartbitter: «Immerhin steht ein Auto mit Mercedes-Motor auf Pole-Position.»

Wir trafen Norbert Haug auf dem Weg zu Brawn: «Natürlich kann ich mit der Leistung unseres Teams überhaupt nicht glücklich sein», sagt der Deutsche über die Startplätze 14 (Heikki Kovalainen) und 15 (Lewis Hamilton). «Aber ich erlaube mir trotzdem, mich über die Pole-Position eines Mercedes-Motors zu freuen.»

Zurück zu McLaren-Mercedes. Norbert Haug brummt: «Wenn uns schon der Speed fehlt, und das ist offensichtlich, dann muss wenigstens die Zuverlässigkeit stimmen. Einen Schaden wie bei Hamilton hat es bei den Testfahrten nie gegeben. Das ist typisch für die Formel 1 – wenn es dicke kommt, dann gleich mit allem zusammen.»

«Wir sind noch am Prüfen, aber sollten wir das Getriebe tauschen müssen, dann wird Lewis Hamilton gemäss Reglement um fünf Ränge zurück rücken, und jeder kann sich ausrechen, wohin das führen würde ...»

Norbert Haug war schon während der Reise nach Australien klar, was auf die Silbernen zukommen würde: «Wir müssen uns dramatisch steigern. Ich wusste, dass die Top-Ten ausser Reichweite sein würden. Ich rechnete mir Q2 aus, und so kam es auch.»

Wie schätzt Norbert Haug ein, was etwas weiter vorne im Feld passiert ist?

Haug: «Es ist natürlich schon sehr eindrucksvoll, was Brawn da zeigt. Es freut mich, dass bei der Premiere ein solcher Knaller gelungen ist und dass unsere Motoren in Reihe 1 stehen. Natürlich wird nun die Diffusor-Diskussion noch höhere Wellen schlagen, aber für mich gilt zunächst – wir müssen vor der eigenen Tür kehren und schneller werden.»

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