MotoGP: GASGAS-Aus als Befreiungsschlag?

Mika Häkkinen über Ferrari: «Das war peinlich»

Von Vanessa Georgoulas
Mika Häkkinen: «Im Rennen war deutlich, dass Ferrari der Speed fehlte»

Mika Häkkinen: «Im Rennen war deutlich, dass Ferrari der Speed fehlte»

GP-Veteran Mika Häkkinen lobt nach dem Rennen in Zandvoort den Mut der Red Bull Racing-Strategen und geht mit Ferrari hart ins Gericht. «Ferrari hat wieder ein enttäuschendes Rennen erlebt»,betont der Finne.

Max Verstappen durfte auch beim zweiten niederländischen Grand Prix seit der Zandvoort-Rückkehr einen Heimsieg feiern. Der Red Bull Racing-Star schaffte dies auch dank der Reifenstrategie seines Teams, das ihn während der Safety-Car-Phase an die Box holte, um ihm frische weiche Reifen zu geben.

Dadurch fiel der Lokalmatador hinter die beiden Mercedes-Renner von Lewis Hamilton und George Russell zurück, letzterer bog aber auch an die Box ab, sodass Verstappen gleich hinter dem in Führung liegenden siebenfachen Weltmeister unterwegs war, als das Rennen wieder freigegeben wurde.

Verstappen machte kurzen Prozess mit dem Briten und sicherte sich seinen zehnten Saisonsieg. GP-Veteran Mika Häkkinen lobt in seiner «Unibet»-Kolumne: «Es sah nach einem einfachen Sieg für Max aus, tatsächlich war es aber wegen der beiden Gelbphasen ein sehr taktisches Rennen. Die Entscheidung, Max während der Safety-Car-Phase an die Box zu holen, war mutig. Denn normalerweise willst du Mercedes nicht die Führung überlassen.»

«Doch Red Bull Racing vertraut auf seine Strategie-Entscheidungen und die Teamverantwortlichen wussten auch, dass Max den Speed und das Können hat, um sich die Führung wieder zu erkämpfen», fährt der zweifache Weltmeister fort. «Max und Red Bull Racing sind der WM-Krone ein gutes Stück näher gekommen. Sie sind sehr schnell, konstant und haben das Selbstvertrauen, das Weltmeister haben, wenn sie eine grossartige Saison erleben. Mercedes und Ferrari werden in dieser Woche wohl schnell sein in Italien, aber ich erwarte, dass Max der Fahrer ist, den man in den verbleibenden Rennen schlagen muss.»

Kritik gibt es für das Ferrari-Team, das erneut eine Chance ungenutzt verstreichen liess. «Ferrari hat erneut ein enttäuschendes Rennen erlebt. Sie haben eine gute Qualifying-Performance an den Tag gelegt, aber im Rennen war deutlich, dass der Speed fehlte und der schlechte Boxenstopp von Carlos Sainz war peinlich. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat zugegeben, dass dies ein Chaos war, aber das war nicht das erste Mal, dass Ferrari einen solchen Fehler gemacht hat. Er weiss, dass sich Ferrari in vielen Bereichen verbessern muss, will man 2023 und 2024 um den WM-Titel mitkämpfen», erklärt Häkkinen mit Blick auf die Roten.

WM-Stand (nach 15 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 310 Punkte
02. Leclerc 201
03. Pérez 201
04. Russell 188
05. Sainz 175
06. Hamilton 158
07. Norris 82
08. Ocon 66
09. Alonso 59
10. Bottas 46
11. Magnussen 22
12. Vettel 20
13. Ricciardo 19
14. Gasly 18
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 5
19. Albon 4
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 511 Punkte
02. Ferrari 376
03. Mercedes 346
04. Alpine 125
05. McLaren 101
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 29
09. Aston Martin 25
10. Williams 4

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