Formel 1

Mark Webber verteidigt sich

Von Vanessa Georgoulas - 12.07.2011 14:45

Der Red-Bull-Racing-Pilot erklärt, warum er die Stallorder ignoriert hat.

Es war ein Duell, der sich sehen lassen konnte: In der Schlussphase des diesjährigen Grossbritannien-GP kämpfte das Red-Bull-Racing-Duo um den zweiten Platz. Mark Webber jagte Sebastian Vettel auf dem legendären Rundkurs in Schlagweite hinterher, und kam mit nur 0,4 sec Rückstand auf seinen Teamkollegen als Dritter ins Ziel – obwohl die Weisung von der Boxenmauer unmissverständlich war: Abstand wahren!

«Das Team funkte mich etwa vier Mal an und bat mich, die Lücke zu Seb konstant zu halten», erklärt Webber, der nicht im Traum daran dachte, diesem Wunsch Folge zu leisten. «Das hat mir nicht gepasst, schliesslich darf man in der Formel 1 nie aufgeben, deshalb machte ich weiter Druck», fährt der Australier fort, und fügt an: «Wenn Fernando Alonso in der letzten Runde ausgefallen wäre, hätten wir schliesslich um den Sieg gekämpft.»

Trotzdem kann Webber seinen Arbeitgeber verstehen: «Das Team fürchtete, dass wir uns berühren und beide ausfallen, weil es die Punkte für die Konstrukteurspokal-Wertung braucht. Ich verstehe das, aber auch ich kämpfe um den Titel, und wir haben beide bewiesen, dass wir uns ohne Konsequenzen duellieren können.»

Während Teamchef Christian Horner Webber deswegen schon zum Vorsprechen «unter vier Augen» zitert hat, weil «niemand höher als das Team» stehe, sieht Sebastian Vettel die Gehorsamverweigerung gelassen: «Wir fahren gegeneinander, und daran ist auch nichts auszusetzen. Aus Team-Perspektive ist es aber verständlich, dass man keine unnötigen Risiken eingehen will.»


Mehr zum Grossbritannien-GP in Silverstone lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der SPEEDWEEK. Jetzt für € 2.20 oder SFr. 3.80 im Zeitschriftenhandel.
 

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Honda hat nur einen Siegfahrer: Das rächt sich

Von Günther Wiesinger
Sollte Marc Márquez bei den ersten Grand Prix nicht fit sein, was sich klar abzeichnet, rächen sich die Management-Fehler von Honda und die kurzsichtige Fahrer-Politik.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Di. 18.02., 05:15, Hamburg 1
car port
Di. 18.02., 05:30, Puls 4
Café Puls mit PULS 4 News
Di. 18.02., 06:00, Sat.1
Café Puls mit Puls 4 News
Di. 18.02., 06:10, Pro Sieben
Café Puls mit Puls 4 News
Di. 18.02., 07:00, Motorvision TV
Nordschleife
Di. 18.02., 08:25, Motorvision TV
High Octane
Di. 18.02., 09:00, Puls 4
Café Puls mit PULS 4 News
Di. 18.02., 10:15, Hamburg 1
car port
Di. 18.02., 12:40, Motorvision TV
On Tour
Di. 18.02., 14:30, RBB Fernsehen
Plötzlich Onkel
» zum TV-Programm
49