Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Force India glaubt, das der scheidende Nico Hülkenberg seine Entscheidung, künftig für das Sauber-Team zu fahren, bald bereuen wird.
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"Wir waren nach der Sommerpause ganz klar das fünfbeste Team", so Rob Fernley, Rennleiter der Inder. "Wir waren zwar noch ein gutes Stück von den vier besten Teams entfernt, aber klar besser als der Rest." Dann schauen wir uns doch mal die Fakten an: Sauber holte nach der Sommerpause 46 Zähler, Force India 63. Von daher hat Mr. Fernley recht. Vom Trend her hat Sauber 2012 in der zweiten Saisonhälfte gegenüber der ersten nachgelassen. Oder weniger an Tempo zugelegt als die Gegner. Aber Hülkenbergs Rechnung wird anders aussehen: Von den 63 Punkten, die Force India seit der Sommerpause verbuchte, hat er allein 44 eingefahren (Teampartner Di Resta im selben Zeitraum nur 21!). Also ist ein erheblicher Teil der Stärke der Inder Hülkenberg zuzuschreiben. Diese Stärke nimmt Hülkenberg nun mit. Das heisst: Sie muss künftig dem Sauber-Team zugerechnet werden.
Es ist nicht das erste Mal in diesen Tagen, dass uns auffällt, dass ein Team, das von einem Fahrer verlassen wird, diesem ein Bereuen prophezeit. Bei McLaren-Mercedes und Lewis Hamilton war dies nicht anders.
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Aber weder Hülkenberg noch Hamilton haben ihre Entscheidungen nur mit Blick auf den jüngsten Trend getroffen, sonst hätten sie in der Tat nicht unbedingt zu wechseln brauchen. Beide trafen strategische Entscheidungen. Hamilton will beweisen, dass er Team an die Spitze führen kann. Hülkenberg hat das Team gewählt, das traditionell im GP-Sport seriöse Arbeit leistet und von dem aus schon viele andere Fahrer den Sprung zu einem Spitzenteam geschafft haben.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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