Toto Wolff: «Beginnen wieder bei Null»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff: «Wissen erst nach China, wo wir stehen»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff: «Wissen erst nach China, wo wir stehen»

Vorjahres-Sieger Nico Rosberg reist mit einem guten Gefühl nach China. Doch Motorsport-Direktor Toto Wolff mahnt: «Für die Erfolge von gestern können wir uns heute nichts mehr kaufen.»

Für Lewis Hamilton dauert die Pause nach den ersten beiden WM-Läufen bereits viel zu lang. Der Weltmeister von 2008 freut sich auf den nächsten Ernstfall in Shanghai, wo er schon 2008 und zuletzt 2011 triumphierte: «Das jüngste Rennen in Malaysia liegt schon viel zu lange zurück, ich freue mich, in China endlich wieder ins Auto zu steigen.»

Dazu hat der 28-Jährige aus Stevenage auch allen Grund: «Die ersten beiden Rennen mit meinem neuen Team waren eine grossartige Erfahrung und alle haben mich sehr herzlich willkommen geheissen. Unser Saisonstart verlief besser als erwartet – die Plätze 5 und 3 waren für den Anfang sehr gut. Ich werde an diesem Wochenende im Werk sein und freue mich darauf, alles über die Fortschritte der vergangenen Wochen und die Weiterentwicklungen für den China Grand Prix zu erfahren.»

Spitzenreiter Nico Rosberg
Auch Vorjahres-Sieger Nico Rosberg freut sich schon auf die Rückkehr an den Ort seines bisher einzigen GP-Triumphs: «Ich reise in der kommenden Woche mit sehr schönen Erinnerungen nach China. Ausserdem habe ich das Rennen dort in den vergangenen drei Jahren jeweils angeführt.» Der Blick in die Statistik offenbart sogar: Der 27-jährige Wiesbadener hat in dieser Zeitspanne 78 der 168 Rennrunden an der Spitze verbracht – das sind stolze 46 Prozent der möglichen Führungsrunden!

Und auch in diesem Jahr blickt Rosberg zuversichtlich auf den anstehenden Grand Prix: «Ich mag die Strecke in Shanghai sehr und habe mit unserem aktuellen Auto ein gutes Gefühl vor diesem Rennen. Wir sind stark in die neue Saison gestartet und ich bin überzeugt, dass wir weiter angreifen können.»

Der Spross des 1982er-Weltmeisters Keke Rosberg verpasst sich am Montag, 8. April, im britischen Werk der Silberpfeile den letzten Schliff für die anstehenden WM-Läufe: «Am Montag werde ich meine Vorbereitung auf die nächsten beiden Rennen in Shanghai und Bahrain im Simulator abschliessen.»

Ross Brawn: «Besser als erwartet»

Motorsport-Direktor Toto Wolff, der den Vorjahres-Erfolg als Teilhaber des konkurrenzierenden Williams-Teams miterlebte, bleibt vorsichtig: «Seit Nicos Sieg in Shanghai ist ein Jahr vergangen und ganz sicher werden uns viele Leute fragen, ob unser Team dieses Ergebnis am nächsten Wochenende wiederholen kann. Aber für uns gilt: Für die Erfolge von gestern können wir uns heute nichts mehr kaufen. Wir beginnen in diesem Jahr wieder bei Null und müssen hart arbeiten, um das Auto am nächsten Wochenende an die Reifen und die Streckenbedingungen anzupassen. Erst dann werden wir sehen, wie wir im Vergleich zur Konkurrenz aussehen.»

Teamchef Ross Brawn ergänzt: «Wir sind gut in die Saison gestartet, möglicherweise besser als erwartet, allerdings ist uns allen bewusst, dass wir den Abstand zur Spitze noch weiter verringern müssen. Um dies zu erreichen, müssen wir unser Entwicklungstempo aufrecht erhalten. In Shanghai kommt es auf eine gute Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden, eine gute Bremsstabilität und eine gute Traktion an. Die Temperaturen dürften zudem wohl kühler ausfallen als an den ersten beiden Rennwochenenden in dieser Saison.»

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