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Pirelli: Hart, härter, Bahrain

In Bahrain kommen, wie schon in Malaysia, die beiden härtesten Reifenmischungen zum Einsatz.

Formel 1

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P Zero Orange hart und P Zero White Medium werden die beiden Reifenmischungen sein, mit denen die Teams beim Grand Prix von Bahrain am kommenden Wochenende klarkommen müssen. Auf dem Bahrain International Circuit ist es traditionell sehr heiß und, durch die umliegende Wüste, auch recht staubig. Bahrain gilt als schnelle und technisch herausfordernde Strecke und da der Reifenverschleiß recht hoch ist, bring Pirelli die beiden härtesten Mischungen des Sortiments mit in die Wüste.

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Diese Kombination kommt den Anforderungen nach, die eine Strecke mitten in der Wüste stellt. Die hohen Temperaturen mit bis zu 30 Grad Luft- und mehr als 45 Grad Streckentemperatur verschärfen die Schwierigkeiten noch, die der Sand auf der Strecke bringt. Insbesondere am Freitag haben die Fahrer aus diesen Gründen oft Probleme, die Walzen auf die richtige Temperatur zu bringen, ganz besonders in dem Kurvengeschlängel zwischen Kurve 4 und 7.

"Bahrain war letztes Jahr eine der wenigen Strecken, auf den wir noch keine Rennerfahrung hatten, auch wenn wie sie vom Testen kannten", sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. "Die Strecke ist für die Reifen eine der größten Herausforderungen des Jahres, besonderes aufgrund der hohen Außen- und Streckentemperaturen." Drei Stopps werden dieses Jahr wohl die Regel sein, vermutet Hembery, "wir werden aber erst am Freitag nach den Freien Trainings und der Durchsicht der Daten eine genauere Vorhersage machen können."

Besonders spannend sei es in Bahrain immer, wie sich die Strecke im Laufe des Wochenendes entwickelt, je nachdem wie viel Sand auf den Kurs geweht werde, erklärt der Engländer weiter. "Nach dem letzten Jahr zu urteilen, wird es wieder viele unterschiedliche Strategien geben, die es sogar Fahrern, die sich nicht so gut qualifiziert haben, ermöglicht, während des Rennens einiges gut zu machen."

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Pirelli-Markenbotschafter Jean Alesi ist in Bahrain selbst nie Formel 1 gefahren, "aber ich bin hier 2009 in der Speedcar-Serie gefahren – ähnlich den NASCARs – und habe das Rennen auch gewonnen", erinnert sich der Franzose. "Nach einem Umbau ist die Strecke nun wieder zu ihrem ursprünglichen Layout zurück gekehrt und es ist eine schöne Strecke, auf der man unbedingt einen guten Rhythmus finden muss. Wenn man das schafft, dann kann man eine gute Rundenzeit fahren und die Reifen auch in bestmöglichem Zustand halten. Das wird ein wichtiger Punkt im Rennen sein." Die Strecke sei sehr herausfordernd für die Reifen, sagt Alesi weiter, "aber in diesem Punkt hat der Fahrer immer einen Einfluss. Bahrain ist auch physisch anstrengend und daher ist eine gute Vorbereitung wichtig."

Aus Reifensicht ist Bahrain aufgrund der hohen Längskräfte, insbesondere in der Anbremszone auf Kurve 14 und der Traktion in Kurve 10, einer der anspruchsvollsten Kurse des Jahres. Überhaupt sind heftige Bremsmanöver charakteristisch für Bahrain. In Kurve 1 verzögern die Autos innerhalb von nur 130 Metern und drei Sekunden von 315 km/h auf 65 km/h, was eine Fliehkraft von rund 5G erzeugt. Die Lateralkräfte liegen hingegen im Durchschnitt und sind in Kurve 12 am höchsten.

Letztes Jahr fuhren die Boliden mit der mittleren und der weichen Reifenmischung, da die Walzen dieses Jahr jedoch generell weicher sind, entspricht die harte Mischung von 2013 der mittleren von 2012. Die drei Fahrer, die 2012 auf dem Podium standen, Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen und Romain Grosjean, waren alle auf einer Drei-Stopp-Strategie und starteten auf der weichen Mischung. Der erfolgreichste Zwei-Stopper war Paul Di Resta auf Rang 6.

Der Asphalt in Bahrain bietet gute Haftung und wird in puncto Reifenverschleiß als mittel bis hoch eingestuft. Somit sollte der harte Reifen etwa 15 bis 17 Runden halten, der mittlere dürfte nach 13 bis 15 Umläufen sein Lebensende erreicht haben. Besonderes kritisch ist die erste Kurve, aus der man perfekt herauskommen muss, um den folgenden Linksknick gut zu durchfahren und genügend Tempo mit auf die Geraden zu nehmen. Gleichzeitig dürfen die Räder aber auch nicht durchdrehen und die Reifen unnötig strapazieren.

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