Sauber-Machtwort: Frijns in Bahrain in der GP2

Von Mathias Brunner
Formel 1
Robin Frijns bei Testfahrten mit Sauber

Robin Frijns bei Testfahrten mit Sauber

Machtwort des Schweizer Rennstalls – endlich fährt der holländische Roh-Diamant Rennen.
Jetzt ist alles ganz schnell gegangen: Der umstrittene Holländer Robin Frijns fährt schon am kommenden Bahrain-GP-Wochenende in der GP2-Klasse, als Gastfahrer bei Hilmer Motorsport.

SPEEDWEEK-Leser wissen: Der dritte Fahrer von Sauber hatte zuvor mehrere Angebote von GP2-Rennställen ausgeschlagen. Ein Insider: «Geld spielt dabei keine Rolle, er hätte kostenlos fahren können! Zudem sprechen wir hier von richtig guten Teams.»

Monisha Kaltenborn im Fahrerlager von Shanghai zu SPEEDWEEK: «Generell haben wir natürlich ein Interesse daran, dass unser Nachwuchsmann am Fahren ist. So wie das früher ja mit Esteban Gutiérrez auch der Fall war. Normalerweise greifen wir bei den jungen Piloten eigentlich nicht ein. Aber vielleicht ist es nun langsam an der Zeit.»

Offenbar hat die Teamchefin schnell gehandelt. Denn der Meister der Formel Renault 3.5 scheint zur Vernunft gekommen zu sein. «Ich freue mich, dass ich Rennen fahren kann», zitieren ihn die Kollegen von «Autosport». «Vorerst gilt der Handel nur für Bahrain, ob ich weiter fahren kann, hängt vom Budget ab.»

Frijns übernimmt im Team von Franz Hilmer den Platz des US-Amerikaners Conor Daly. Der Teamchef bestätigt, dass das Abkommen nicht nur dank des Managements von Frijns zustande gekommen sei, sondern auch dank der Hilfe von Monisha Kaltenborn.

Offenbar hat der (Beratungs-resistente?) Robin zuvor wiederholt so inakzeptable Rahmenbedingungen verlangt, was seine Entourage anbelangt, dass die Angebote verpufften.

Stimme aus dem Formel-1-Fahrerlager: «Wer zum Teufel glaubt dieser Frijns zu sein? Dutzende junge Piloten würden sich die Finger lecken nach so einer Position – dritter Fahrer bei Sauber, dazu Gratis-Cockpit in der GP2, unfassbar! Und überhaupt – wozu braucht ein so junger Mann schon eine Entourage? Spätere Champions wie Räikkönen oder Vettel sind jahrelang mutterseelenalleine um die Welt getingelt.»

Die Sauber-Chefin hat gleich mehrere Probleme (abgesehen von einem Auto, das zu wenig schnell ist).

Der junge Gutiérrez ist mit den Rängen 13 (Australien) und 12 (Malaysia) sowie dem Crash hier in China bislang leer ausgegangen. Falls der Misserfolg weitergeht und der sensible Mexikaner in einen Negativstrudel gerät, muss Sauber einen Plan B nähren.

Gleichzeitig muss man sich bei Sauber die Frage stellen, ob die mentale Einstellung des dritten Mannes stimmt.

Kein Wunder, finden sich im Sauber-Lager längst Team-Mitglieder, die sich Bleifuss Kamui Kobayashi zurück oder den verlässlichen Heikki Kovalainen herbei wünschen ...

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