Das Spezielle an Silverstone

Von Peter Hesseler
Formel 1
Pascal Vasselon

Pascal Vasselon

Toyotas Technikchef Pascal Vasselon erklärt die besonderen Anforderungen von Silverstone, der Strecke des achten WM-Laufs 2009 und England-GPs am 21.Juni.

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon erklärt vor dem England-GP am kommenden Wochenende die Eigenheiten der Strecke von Silverstone, die vorerst letztmals im Programm vertreten ist.

Der französische Reifen- und Chassis-Spezialist sagt: «Ja, es geht in Silverstone um Geschwindigkeit, aber es ist paradox, denn es ist ein Kurs der zugleich hohe aerodynamische Effizienz verlangt.»

Zur Erklärung: Die Autos benötigen hohen Anpressdruck, um in den schnellen Kurven am Asphalt zu haften, aber gleichzeitig müssen sie sehr windschlüpfrig sein.

Denn «bei allem Tempo, es geht um schnelle Kurven,» so Vasselon. «Es ist nicht wie in Monza, wo das Tempo auf den Geraden erzielt wird. Dort macht eine gute Topspeed fast automatisch eine gute Rundenzeit aus, was in Silverstone nicht der Fall ist.»

Silverstone biete darüber hinaus Lastenwechsel bei sehr hohem Tempo, was für die Fahrer extrem anspruchsvoll sei, so dass der Grip, also die Summe aus mechanischer und aerodynamische Haftung, der dominierende Faktor neben dem Handling in schnellen Kurven sei.

Denn ein gutes Handling schaffe in diesen Kurven Vertrauen beim Fahrer. Deshalb setzt Toyota besonderes Augenmerk auf die Fahrbarkeit des Autos in diesen Bereichen.

Auch fordere der Kurs die Reifen enorm, weil die Kurven nicht nur schnell sondern auch sehr langgegezogen seien, die Walzen die hohen Querbeschleunigungskräfte also lange aushalten müssten. Dies werde heutzutage mit dem richtigen Reifendruck und dem Feinjustieren des Sturzes ausgependelt.

Vasselon erwartet, dass der Kurs von Silverstone dem Toyota TF109 liegt. «Wir sollten dort stark sein. Denn bisher waren immer stark, wenn hohe aerodynamische Effizienz verlangt war.»

Es wird interessant zu sehen sein, wie die Menge der Teams mit diesem Faktor zurecht kommt, denn die meisten Designer legten für 2010 ihr Hauptaugenmerk auf puren Abtrieb, weil der reglementsbedingt besonders durch den verkleinerten Heckflügel und die fehlenden Zusatzaufbauten am meisten beschnitten wurde. Für Kurse wie Silverstone sind die heutigen Fahrzeuge eigentlich nicht mehr gemacht.

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