Kimi Räikkönen: «Unser Timing stimmte nicht»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kimi Räikkönen holt sich neue Reifen ab

Kimi Räikkönen holt sich neue Reifen ab

Der Lotus-Star will in Belgien am WM-Vorsprung von Sebastian Vettel knabbern. Von Startplatz 8 aus wird seine Aufgabe zu einem ziemlich harten Knäckebrot.

Kimi Räikkönen setzt sich zum Interview an den Tisch – für einmal ohne seine verspiegelte Sonnenbrille. Das erlaubt einen Blick auf die blauen Augen, die besonders im asiatischen Raum Millionen weiblicher Fans verzücken. Nur: der Blick schweift immer wieder ab, es ist, als wäre Kimi mit dem Kopf ganz woanders. Vielleicht denkt er an seine schwindenden Chancen, vielleicht denkt er an ausstehende Gehaltszahlungen, vielleicht überlegt er, wo er nächstes Jahr fahren soll. Wir wissen es nicht.

Kimi, von Startposition 8 aus – was ist da ein realistisches Ziel fürs Rennen?

Schwer zu sagen. Unser Speed auf trockener Bahn stimmt, und der Wagen war auch auf nasser Bahn nicht übel. Unser Timing war etwas unglücklich. Wenn wir eine weitere Runde hätten fahren können, dann könnte ich von weiter vorne starten. Alles wird morgen davon abhängen, was das Wetter macht. Normalerweise schlagen wir uns im Rennen besser als im Training.

Was wäre dir morgen lieber – eine trockene Bahn oder ein Regenrennen?

Eine trockene Bahn ist zweifellos besser für unser Auto. Wir haben das schon ein paar Mal beobachten können. Aber wer kann sich in Belgien das Wetter schon aussuchen?

Wieviel Zeit fehlte denn noch für eine weitere Runde?

Als ich aus der letzten Runde beschleunigte, sah ich, dass die Ampel auf rot schaltet. Ich würde also sagen – vielleicht vier oder fünf Sekunden. Das Problem ist einfach: unter solchen Bedingungen kannst du nur bedingt planen. Entweder du kriegst es halt richtig hin oder nicht, und dieses Mal hat es nicht geklappt.

Sind deiner Meinung nach die Mercedes und Red Bull Racing-Autos ausser Reichweite?

Nein, das würde ich nicht sagen. Wir waren im freien Training bei der Musik, und immerhin habe ich im zweiten Quali-Segment auf trockener Bahn die schnellste Zeit gefahren. Wir wären da voll dabei gewesen. Auf nasser Bahn sind wir nicht ganz so stark.

Liegt das Podium noch drin?

Zum Glück kann man in Belgien überholen – sofern man den notwendigen Speed dazu hat. Insofern würde ich sagen: abhängig vom Wetter liegt noch alles drin.

Kommt eine Entwicklung wie das Auto mit dem langen Radstand für Monza nicht ein wenig spät?

Wir kämpfen um den WM-Titel. Da ist es mir egal, wann eine Entwicklung kommt – so lange sie den Wagen schneller macht.

Uns wurde erklärt, einer der Gründe fürs Auto mit dem längeren Radstand sei, dass der Wagen stabiler liege. Heisst das im Umkehrschluss: Der Wagen ist derzeit instabil?

Das würde ich nicht sagen. Wenn wir die Abstimmung hinkriegen und die Balance stimmt, dann liegt der Wagen ganz gut. Aber ob der Wagen mit einem längeren Radstand etwas bringt, finden wir erst in Italien heraus.

War dir gestern klar, dass du ein Teil deines Autos verloren hattest, was dann zu verschiedenen Reifenschäden geführt hat?

Wir wussten, dass etwas nicht stimmt. Aber wir sprechen hier von einem ziemlich kleinen Teil, das merkst du im Auto nicht. Ich glaube auch nicht, dass es sich hier um den ersten Fall handelt, dass ein Fahrzeug ein Ballaststück verloren hat. Solche Dinge passieren eben. Du kannst auch ein Kohlefaserteil verlieren, das zu einem Reifenschaden führt.

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