Dickie Stanford: «Wir hätten den Titel gewonnen»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Dickie Stanford: «Valtteri Bottas hat die Erwartungen erfüllt»

Dickie Stanford: «Valtteri Bottas hat die Erwartungen erfüllt»

Welchem Fahrer weinte Dickie Stanford am meisten nach und warum? Der Williams-Teammanager beantwortete diese und andere Fan-Fragen auf der Kommunikationsplattform Twitter.

Dickie Stanford ist ein Williams-Urgestein. Der 57-jährige Brite stiess 1985 als Rennmechaniker von Nigel Mansell zum britischen Privatrennstall, nachdem seine erste Bewerbung beim Team von Frank Williams zwei Jahre zuvor noch fruchtlos geblieben war. Drei Jahre nach seinem Eintritt wechselte er zum Testteam und blieb dort bis er 1990 den Posten des Chefmechanikers übernehmen durfte. Nach dem Abgang seines Vorgängers Ian Harrison stieg Stanford Ende 1995 zum Teammanager auf. Zehn Jahre später schränkte er seine Arbeitstätigkeit ein, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. 2010 kehrte er als Teammanager an die Rennstrecke zurück.

Vor dem Singapur-GP nahm sich Stanford Zeit, um auf der Kommunikationsplattform Twitter diverse Fragen der Williams-Fans zu beantworten:

Dickie Stanford, was braucht Williams, um wieder an die Spitze zu kommen?

Wir arbeiten sehr hart, denn wir sind mit den aktuellen Ergebnissen nicht zufrieden. Wir versuchen herauszufinden, was es braucht, um im nächsten Jahr das Steuer herumzureissen.

Welchem Fahrer haben Sie in Ihrer Karriere am meisten nachgetrauert?

Wahrscheinlich Juan Pablo Montoya, denn wir hätten den WM-Titel gewonnen, wenn er geblieben wäre.

Vermissen Sie die guten, alten Zeiten?

Kein Rennen gleicht dem anderen, deshalb vermisse ich die alten Tage nicht.

Mit welchem Piloten klappte die Zusammenarbeit am Besten?

Jeder Fahrer hat seine Eigenheiten, aber normalerweise ist die Zusammenarbeit nicht schwierig.

Wieso haben die Fahrer eine Streckenskizze im Cockpit?

Das ist mehr als Referenz gedacht, wenn sie in der Box ihr Feedback an die Ingenieure geben. Nico Rosberg hat sich sogar Notizen ins Cockpit geklebt.

Sind Sie schon jemals an der Rennstrecke angekommen und mussten feststellen, dass Sie ein wichtiges Teil zuhause vergessen haben?

Das passiert jedem Team einmal, aber zum Glück kommen wir schon eine Woche vor dem Rennen an, so bleibt genug Zeit, um einen später Anreisenden zu finden, der das Vergessene mitbringt.

Wieso werden die Reifen vor dem Rennen mit Wärmedecken auf Temperatur gebracht?

Ohne Wärmedecken müssten die Piloten fünf oder sechs aufwärmrunden drehen, um die Reifen auf Arbeitstemperatur zu bringen.

Hat Valtteri Bottas die hohen Erwartungen des Teams bisher erfüllt?

Ja, er war sehr konstant. Es ist nur schade, dass wir nicht in der Lage waren, ihm das nötige Material zu geben, mit dem er sein Können richtig unter Beweis hätte stellen können.

Wann trifft das Williams-Team die Reisevorbereitungen für die kommende Saison? Wartet man bis der definitive WM-Kalender draussen ist?

Wir bereiten die Reisen nach aktuellem Wissensstand vor und nehmen allfällige Anpassungen laufend vor.

Glauben Sie, dass wir nächstes Jahr einen WM-Kalender mit mehr als 20 Grands Prix sehen werden?

Wir warten noch auf die offizielle Version. Es wäre möglich, würde aber Umstrukturierungen zur Folge haben.

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