Fernando Alonso: Kein Schlaf, Ferrari ein lahmer Gaul

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso mit beklebtem Körper

Fernando Alonso mit beklebtem Körper

Kein Ferrari unter den schnellsten Zehn im dritten freien Training zum USA-GP von Austin in Texas: Steht der berühmteste Rennstall der Welt vor einer Blamage?

Die gute Nachricht für die Tifosi: Fernando Alonso sieht mit nacktem Oberkörper zwar aus wie ein Zebra (ganzer Rücken bis in den Nacken hoch mit Muskel-entlastenden Tapes beklebt), fühlt sich beim Fahren aber fit. Sein Rennwagen ist es leider nicht, und da würden Klebebänder auch nichts nützen.

Fernando Alonso (der wegen des Abu-Dhabi-Unfalls an Schlafstörungen leidet) erreicht im dritten Austin-Training nur die elftschnellste Zeit, Felipe Massa ist auf Rang 17 zu finden.

Ferrari kann aus der weicheren Reifenmischung keinen Nutzen ziehen: Fernando war mit der mittelharten Mischung langsamer als Jenson Button (McLaren), Valtteri Bottas (Williams) sowie Adrian Sutil (Force India) auf der harten! Dabei sollte die weichere Mischung gemäss Berechnungen von Pirelli Rundenzeiten erlauben, die um mindestens eine halbe Sekunde schneller sind als mit der harten.

BBC-Technikexperte Gary Anderson kritisiert: «Ferrari stehen alle Mittel zur Verfügung, um ein siegfähiges Auto zu bauen. Aber sie schaffen es nicht.»

Gary weiter: «Red Bull Racing ist für mich unantastbar. Vettel hat im dritten Training sein Auto kaum verändert, ich schätze, er hat noch reichlich Speed im Ärmel, den er dann herausholt, wenn er dazu gezwungen wird. Doch wer soll ihn fordern? Mercedes scheint mir derzeit ganz fürs Rennen zu arbeiten, nicht fürs Qualifying.»

Apropos Silberpfeile: Lewis Hamilton hat ja für Austin ein neues Chassis erhalten, nachdem in seinem alten Risse entdeckt worden waren. Mercedes-Teamchef Ross Brawn glaubt, damit die schwache Leistung von Lewis in Abu Dhabi erklären zu können.

Gary Anderson schmunzelt: «Wenn wir früher einem Fahrer eine tüchtige Portion Selbstvertrauen geben wollten, dann haben wir ihm einfach gesagt – oh, in deinem Wagen war ein defekter Stossdämpfer, den haben wir jetzt gewechselt. Auch wenn in Wahrheit mit dem Wagen überhaupt nichts war. Und schon fuhr der Pilot schneller! Der zweite angebliche Grund, den wir vorschützten, waren Risse im Chassis ...»

Auch wenn wir natürlich nicht an Ross Brawns Worten zweifeln: Lewis Hamilton ist hier in Austin im dritten freien Training der schnellste Jäger von Red Bull Racing.

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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