Pflichtboxenstopps ab 2014?

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
2014 könnte es jede Menge Boxenstopps geben

2014 könnte es jede Menge Boxenstopps geben

In anderen Rennserien sind sie bereits an der Tagesordnung, Pflichtboxenstopps. Ab nächstem Jahr könnten zwei Zwangsreifenwechsel auch in der Formel 1 eingeführt werden.

Wenn die neuen Reifenregeln und Vorschläge der Formel-1-Strategiegruppe nächsten Monat akzeptiert werden, wird es 2014 keine Rennen mehr geben, in denen Teams eine gesamte Renndistanz mit nur einem Boxenstopp absolvieren können. Mindestens zwei Mal müsste jeder Fahrer dann seine Crew aufsuchen und hätte außerdem eine vorgeschriebene, limitierte Anzahl an Runden, die er auf einem Reifensatz fahren darf. Diese zwei Punkte werden unter anderem beim Treffen der Strategiegruppe am 9. Dezember auf den Tisch kommen.

Laut Autosport dürfte dann die härtere der beiden Reifenmischungen nicht länger als 50 Prozent der Renndistanz am Auto sein, die weichere Mischung nicht länger als 30 Prozent. Sollten diese Zusätze zum Reglement befürwortet und eingeführt werden, hätte das entscheidende Auswirkungen auf die Strategie und auch auf die Spannung in den Rennen. Außerdem könnten sich «Reifenflüsterer» wie Kimi Räikkönen durch die längere Lebensdauer ihrer Walzen keinen entscheidenden Vorteil mehr verschaffen.

Und auch Pirelli würde etwas aus der Schusslinie geraten, die in diesem Jahr einiges an Kritik einzustecken hatten. Neben der Delamination der Pneus und der explodierenden Reifen, die beim Grand Prix von Großbritannien Diskussionsthema Nummer 1 waren, gab es auch immer wieder Beschwerden, dass die Reifen viel zu schnell abbauen würden. Pirelli-Chef Paul Hembery forderte daher auch, dass seine Firma klare Ansagen brauche, was für einen Reifentyp man denn haben wolle. «Irgendjemand muss uns sagen, was wir tun sollen.» Immerhin sei die Vorgabe für 2013 gewesen, dass es mindestens zwei oder drei Stopps pro Rennen geben sollte. Und das Ziel hätte man auch erreicht.

Neben permanenten Startnummern und einem Pokal für den Fahrer, der in einer Saison die meisten Pole Positions erreicht, soll am 9. Dezember auch darüber diskutiert werden, wie man Pirelli mehr Reifentest ermöglichen kann. Ein Vorschlag ist, dass die Team einen ihrer acht Testtage pro Saison als speziellen Reifentest deklarieren. Außerdem steht die Idee im Raum, dass ein Tag während der Wintertestfahrten dazu verwendet werden soll, Regenreifen zu testen. Pirelli müsste dazu nur den Tag nennen und für die Kosten aufkommen, die Strecke zu bewässern.

Sollten diese Vorschläge von der Strategiegruppe als gut befunden und angenommen werden, müssen sie, um ins Reglement aufgenommen zu werden, noch von der F1 Kommission und dem FIA World Motor Sport Council abgesegnet werden.

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