Chase Sexton über seinen ersten Sieg mit Kawasaki in Anaheim
Der Sieg von Chase Sexton in Anaheim wirkte für ihn wie ein Befreiungsschlag. Sexton war von Anfang an schnell auf der Kawasaki, aber er konnte seinen Speed nicht in zählbare Ergebnisse umsetzen.
«Es waren ein paar lange Monate», erklärte der sichtlich erleichterte Chase Sexton, der in Anaheim seinen ersten Sieg mit dem Kawasaki-Werksteam feiern konnte. Zu Saisonbeginn schien er es eher schwer zu haben. Erst hatte er seinen heftigen Abflug zum Saisonauftakt, dann folgte die Kollision mit Cooper Webb in San Diego. Irgendwie war bei ihm der Wurm drin.
Als Einziger unter einer Minute
Als der Tag des Anaheim-2-Events begann, schien sich die Serie fortzusetzen. Erst brannte er als Einziger eine Rundenzeit unter einer Minute in den Boden, doch dann folgte wieder ein Sturz. Sexton hatte die Pole-Position, aber er erschien nicht einmal zum Sieger-Interview, so sauer war er auf sich selbst.
Prestige-Duell KTM gegen Kawasaki
Die Situation der ersten beiden Rennen 2026 war für Kawasaki besonders heikel: Jorge Prado, der mit dem grünen Bike im vergangenen Jahr absolut nicht zurecht kam, holte beim Auftaktrennen mit der KTM gleich sein erstes Podium. Sexton, der seinerseits von KTM kam, stürzte oder musste sich von Cooper Webb sagen lassen, dass sein Bike wahrscheinlich nicht gut um die Kurven kam, weil er ihn abräumte.
Mentaler Reset fürs Abendprogramm
TV Co-Kommentator Adam Cianciarulo, der selbst jahrelang für das Kawasaki-Werksteam unterwegs war, konnte den Frust von Chase nachvollziehen. «Er fährt jetzt ins Paddock, entledigt sich seiner schmutzigen Klamotten und macht einen mentalen Reset, um für das Abendprogramm bereit zu sein.»
Konstanz und Selbstvertrauen
Sextons Frust hatte aber nicht nur mit dem Abflug in den Whoops zu tun. «Es hat schon mit dem Sturz beim SMX-Finale in Las Vegas angefangen. Das war nicht gut für mich. Ehrlich gesagt ist es schwer, wieder auf das Podium zurück zu kommen. Es war eine langer Prozess. Selbst nach dem Heat-Race heute Abend habe ich mich gefragt, was ich eigentlich falsch mache. Ich wusste, dass ich einfach rausgehen und meine Runden drehen muss. Für das Main Event habe ich mich dann richtig vorbereitet, bin konstant und kontrolliert gefahren und bei meinem eigenen Rhythmus geblieben.»
Ich habe mich gefragt, was ich eigentlich falsch mache.
Chase Sexton
Sexton jetzt auf Platz 3 vorgerückt
In Sachen KTM vs. Kawasaki bzw. Prado vs. Sexton konnte Chase Sexton mit seinem Sieg in in Anaheim 2 die Hackordnung wiederherstellen. Sexton rangiert nach 3 von 17 Events mit 57 Punkten auf Tabellenplatz 3 hinter Eli Tomac (KTM) und Hunter Lawrence (Honda), während Prado mit 41 Punkten auf dem 9. Platz der Meisterschaften rangiert.
450 Ergebnis Anaheim 2:
Chase Sexton (USA), Kawasaki
Hunter Lawrence (AUS), Honda
Eli Tomac (USA), KTM
Jason Anderson (USA), Suzuki
Cooper Webb (USA), Yamaha
Joey Savatgy (USA), Honda
Jorge Prado (E), KTM
Ken Roczen (D), Suzuki
RJ Hampshire (USA), Husqvarna
Justin Cooper (USA), Yamaha
Meisterschaftsstand nach Event 3 von 17:
Eli Tomac (USA), KTM, 70
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 62, (-8)
Chase Sexton (USA), Kawasaki, 57 (-13)
Ken Roczen (D), Suzuki, 56, (-14)
Jason Anderson (USA), Suzuki, 46, (-24)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 46, (-24)
Justin Cooper (USA), Yamaha, 44, (-26)
Joey Savatgy (USA), Honda, 42, (-28)
Jorge Prado (E), KTM, 41, (-29)
Dylan Ferrandis (F), Ducati, 37, (-33)
Aaron Plessinger (USA), KTM, 27, (-43)
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