Jenson Button, McLaren: «Da lügen einige Fahrer!»

Von Mathias Brunner
Formel 1

Für viele ist McLaren der nicht besonders geheime Geheimfavorit für einen Sieg in Australien. Auch ein Getriebeschaden kann die gute Laune von Jenson Button nicht trüben.

Wer hat derzeit in der Formel 1 die Nase vorn? Wirklich Force India mit dem nunmehr zwei Mal in Folge schnellsten Mann Sergio Pérez? Die Silberpfeile, aber wo ist die Haltbarkeit des Renners von Rosberg und Hamilton hingekommen? Der unheimlich standfeste Williams? Oder doch der McLaren? Selbst einer, der es wissen müsste, weiss es nicht – Jenson Button. Seine Rennsimulation kam vorzeitig zum Ende: Getriebeschaden.

Jenson weiss: «Der Wechsel des Getriebes hat eine ganze Weile gedauert, so wie alles an diesen Autos etwas lange dauert. Gut ist, dass wir zum Schluss des Testtags nochmals auf die Bahn gehen konnten und alles reibungslos lief. Dennoch schmerzt es natürlich, so viel Zeit einzubüssen, wenn du genau weisst, dass du nur noch einen Tag hast, bevor du nach Australien fliegst.»

«Heute war es auf der Bahn heisser als beim ersten Test, das hat die Balance des Wagens verändert. Auch solche Parameter musst du bei der Arbeit mit dem Wagen ja ständig einrechnen.»

«Aber bange machen gilt nicht: dies war jetzt das erste grössere Problem, das wir mit diesem Wagen hatten, und wenn ich mich links und rechts umschaue, dann dürfen wir damit gewiss sehr zufrieden sein. Der Dauerlauf hat mir gezeigt: die Basis des Autos stimmt, das Potenzial ist da, aber auch wir haben noch einen Haufen Arbeit vor uns. Wir müssen die Antriebseinheit besser verstehen lernen, vor allem im Renntrimm. Wir kennen Balance und Grip des Autos unter verschiedenen Rennbedingungen zu wenig gut. Wir sind einfach noch nicht so weit. Aber wir haben noch einige Asse im Ärmel, das sollte uns helfen, zur Spitze aufzuschliessen.»

Mein stärkster Eindruck ist: «Das Auto gibt mir ein gutes Gefühl. Und wir haben in Sachen Abstimmung eben erst mit der Arbeit begonnen.»

Und wo steht die Konkurrenz? Jenson sagt: «Das ist ganz schwer zu sagen. Aber ich bin einige Runden lang mit Ricciardo gefahren und kann sagen – wir sind auf den Geraden sicher schneller. Dafür hat der Red Bull Racing andere Qualitäten. Wir brauchen mehr Abtrieb, aber das kommt auch mit den Evo-Teilen, die ich angesprochen habe. Ich würde RBR aber nie abschreiben. Wenn die ins Ziel kommen, dann mischen die da vorne mit.»

Jenson lacht: «Wenn einige Piloten sagen, dass sie nicht auf die Konkurrenz achten, dann lügen sie! Jeder schielt darauf, was die anderen machen, vom Gegenteil kann mich keiner überzeugen. Ich fände es auch dumm, nicht darauf acht zu geben, was die anderen machen. Beim ersten Bahrain-Test hätte ich gesagt, dass Mercedes in Sachen roher Speed vorne liegt, der Williams aber über eine Renndistanz besser sei. Inzwischen hat sich das alles wieder verschoben. Auf einmal fährt der Force India tolle Zeiten, Ferrari ist auch konkurrenzfähiger geworden. Das liegt zum einen daran, dass die Teams ständig mehr über ihre Autos lernen und auch fortlaufend neue Teile bringen. Das verändert sich laufend, und ich könnte beim besten Willen nicht sagen, wer derzeit vorne liegt.»

Bahrain-Testtag 6 (Freitag)

1. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM07-Mercedes, 1:35,570 (108)
2. Fernando Alonso (E), Ferrari F14 T, 1:35,634 (122)
3. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB10-Renault, 1:35,743 (66)
4. Felipe Massa (BR), Williams FW36-Mercedes, 1:36,507 (103)
5. Jenson Button (GB), McLaren MP4/29-Mercedes, 1:36,901 (52)
6. Jules Bianchi (F), Marussia MR03-Ferrari, 1:38,092 (75)
7. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W05, 1:39,041 (89)
8. Jean-Eric Vergne (F), Toro Rosso STR9-Renault, 1:39,756 (61)
9. Esteban Gutiérrez (MEX), Sauber C33-Ferrari, 1:39,976 (106)
10. Pastor Maldonado (YV), Lotus E22-Renault
, 1:41,613 (31)
11. Marcus Ericsson (S), Caterham CT05-Renault, 1:42,516 (55)

Bahrain-Testtag 5 (Donnerstag)

1. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM07-Mercedes, 1:35,290 (105)
2. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW36-Mercedes, 1:36,184 (128)
3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari F14 T, 1:36,432 (54)
4. Nico Rosberg (D), Mercedes W05, 1:36,624 (89)

5. Adrian Sutil (D), Sauber C33-Ferrari, 1:37,700 (89)

6. Kevin Magnussen (DK), McLaren MP4/29-Mercedes, 1:37,825 (109)
7. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB10-Renault, 1:37,908 (38)
8. Max Chilton (GB), Marussia MR03-Ferrari, 1:38,610 (44)

9. Daniil Kvyat (RU), Toro Rosso STR9-Renault, 1:39,242 (56)
10. Pastor Maldonado (YV), Lotus E22-Renault
, 1:40,599 (31)
11. Kamui Kobayashi (J), Caterham CT05-Renault, 42,285 (19)

Zum Vergleich nochmals die Rundenzeiten von von vergangener Woche:

Bahrain-Test 1 im Überblick

1. Nico Rosberg (D), Mercedes W05, 1:33,283 (SA) 174 Runden
2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W05, 1:34,263 (FR) 141
3. Kevin Magnussen (DK), McLaren MP4/29-Mercedes, 1:34,910 (DO) 127
4. Jenson Button (GB), McLaren MP4/29-Mercedes
, 1:34,957 (SA) 169
5. Nico Hülkenberg (D), Force India VJM07-Mercedes, 1:36,445 (DO) 137
6. Fernando Alonso (E), Ferrari F14 T, 1:36,516 (DO) 160
7. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari F14 T, 1:36,718 (SA) 125
8. Felipe Massa (BR), Williams FW36-Mercedes, 1:37,066 (FR) 65
9. Esteban Gutiérrez (MEX), Sauber C33-Ferrari, 1:37,180 (FR) 151
10. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW36-Mercedes, 1:37,328 (DO) 171
11. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM07-Mercedes, 1:37,367 (FR) 76 

12. Felipe Nasr (BR), Williams FW36-Mercedes
, 1:37,569 (SA) 87

13. 
Pastor Maldonado (YV), Lotus E22-Renault
, 1:38,707 (SA) 85

14. Daniil Kvyat (RU), Toro Rosso STR9-Renault, 1:38,974 (FR) 62
15. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB10-Renault, 1:39,837 (SA) 43


16. Kamui Kobayashi (J), Caterham CT05-Renault, 1:39,855 (DO) 83
17. Sebastian Vettel (D), 
 Red Bull Racing RB10-Renault, 1:40,224 (MI), 73
18. Adrian Sutil (D), Sauber C33-Ferrari, 1:40,443 (MI) 89
19. Jean-Eric Vergne (F), Toro Rosso STR9-Renault
, 1:40,472 (SA) 77

20. Romain Grosjean (F), Lotus E22-Renault, 1:41,670 (DO), 26
21. Marcus Ericsson (S), Caterham CT05-Renault, 1:42,130 (FR) 102

22. Max Chilton (GB), Marussia MR03-Ferrari, 1:42,511 (DO) 21
23. Robin Frijns (NL), Caterham CT05-Renault, 1:42,534 (MI) 68
24. Jules Bianchi (F), Marussia MR03-Ferrari, keine Zeit (6) *
* nur Installationsrunden

Bahrain-Test 2: So wird gefahren

Red Bull Racing


Donnerstag, 27. Februar: Daniel Ricciardo
Freitag, 28. Februar: Daniel Ricciardo
Samstag. 1. März: Sebastian Vettel
Sonntag, 2. März: Sebastian Vettel

Mercedes
Donnerstag, 27. Februar: Nico Rosberg
Freitag, 28. Februar: Lewis Hamilton
Samstag. 1. März: Nico Rosberg
Sonntag, 2. März: Lewis Hamilton

Ferrari


Donnerstag, 27. Februar: Kimi Räikkönen
Freitag, 28. Februar: Fernando Alonso
Samstag. 1. März: Kimi Räikkönen
Sonntag, 2. März: Fernando Alonso

Lotus


Donnerstag, 27. Februar: Pastor Maldonado
Freitag, 28. Februar: Pastor Maldonado
Samstag. 1. März: Romain Grosjean
Sonntag, 2. März: Romain Grosjean

McLaren


Donnerstag, 27. Februar: Kevin Magnussen
Freitag, 28. Februar: Kevin Magnussen
Samstag. 1. März: Jenson Button
Sonntag, 2. März: Jenson Button

Force India

Donnerstag, 27. Februar: Sergio Pérez
Freitag, 28. Februar: Sergio Pérez
Samstag. 1. März: Nico Hülkenberg
Sonntag, 2. März: Nico Hülkenberg

Sauber


Donnerstag, 27. Februar: Adrian Sutil
Freitag, 28. Februar: Esteban Gutiérrez
Samstag. 1. März: Adrian Sutil
Sonntag, 2. März: Esteban Gutiérrez

Toro Rosso

Donnerstag, 27. Februar: Daniil Kvyat
Freitag, 28. Februar: Jean-Eric Vergne
Samstag. 1. März: Daniil Kvyat
Sonntag, 2. März: Jean-Eric Vergne

Williams


Donnerstag, 27. Februar: Valtteri Bottas
Freitag, 28. Februar: Felipe Massa
Samstag. 1. März: Valtteri Bottas
Sonntag, 2. März: Felipe Massa

Marussia


Donnerstag, 27. Februar: Max Chilton
Freitag, 28. Februar: Jules Bianchi
Samstag. 1. März: Jules Bianchi
Sonntag, 2. März: Max Chilton

Caterham


Donnerstag, 27. Februar: Kamui Kobayashi
Freitag, 28. Februar: Marcus Ericsson
Samstag. 1. März: Kamui Kobayashi
Sonntag, 2. März: Marcus Ericsson

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