Costa (Mercedes): «Red Bull ist in den Kurven besser»
Mercedes-Chefdesigner Aldo Costa glaubt, dass sie Silberpfeile mit dem Red Bull Racing vom Design her gleichauf liegen und der Ferrari mit beiden nicht mithalten kann.
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Aldo Costa kam 1997 zu Ferrari und wurde ein Jahr später Assistent des damaligen Chefdesigners Rory Byrne. Als der 2004 bekannt gab, dass er sich aus dem Motorsport zurückzuziehen wolle, wurde Costa sein designierter Nachfolger. Ab Ende 2006 fungierte Byrne nur noch als Berater der Scuderia und Costa wurde alleiniger Chefdesigner. 2008 wurde er zum Technischen Direktor befördert, nach einem schlechten Saisonbeginn 2011 wurde er im Mai, nach dem Grand Prix von Spanien, jedoch entlassen. Seit Dezember 2011 ist Costa Chefingenieur bei Mercedes GP und durfte am vergangenen Wochenende beim Doppelsieg von Lewis Hamilton und Nico Rosberg mit auf dem Podium stehen.
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"Die haben auch ein sehr gutes Auto", gestand Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der in Bahrain nur als Neunter ins Ziel kam, gegenüber auto motor und sport. "Das sieht man am Unterschied zu den anderen Mercedes-Teams." Im Vergleich zu den Autos der Kundenteams McLaren, Williams und Force India soll der Mercedes nämlich weit mehr Abtrieb produzieren. "Vom Auto her liegen wir etwa gleichauf mit Red Bull", schätzt Costa. "Es gibt bestimmte Kurven, vor allem die schnellen, da ist Red Bull besser als wir. In anderen Passagen haben wir die Nase vorn. Ferrari liegt nach unseren Messungen in den Kurven hinter uns."
Für ihn habe sich durch das neue Reglement nicht sehr viel geändert, sagt der Italiener weiter. "Wir haben bei der Suche nach Abtrieb immer darauf geschaut, den Luftwiderstand nicht zu erhöhen. Jetzt liegt einfach das Fenster der aerodynamischen Effizienz niedriger", betont Costa und widerspricht gleichzeitig den Behauptungen, dass die Autos der Generation 2014 durch die neuen Motoren viel zu langsam für die Königsklasse seien.
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"Die Rechnung ist doch ganz einfach. Die Autos sind 50 Kilogramm schwerer. Das kostet allein schon 1,5 Sekunden", erklärt der 52-Jährige. "Der Abtrieb wurde reduziert. Macht ungefähr eine halbe Sekunde. Dazu noch die härteren Reifen, deren Zeitverlust sich schwer beziffern lässt. Ziehen wir diese Faktoren von den aktuellen Rundenzeiten ab, sind wir schneller. Also muss der Motor das Defizit wettmachen."
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Red-Bull-Racing-Chefdesigner Adrian Newey hatte bei der Präsentation des RB10 erklärt, dass die neuen Aerodynamikregeln theoretisch etwa 15 Prozent Abtrieb gekostet hätten. Costa geht jedoch davon aus, dass ein großer Teil des Defizits schon jetzt wieder gutgemacht sei. "Ich schätze, dass wir beim Abtrieb momentan zwischen fünf und zehn Prozent unter den Vorjahreswerten liegen", sagte er.
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