Geldquelle Formel 1: 90 Millionen Dollar für Montreal
Die Formel 1 als Geldsegen ohne Konjunkturschwankungen: Der Kanada-GP spült reichlich Geld in die Kassen der Hotels und Restaurants von Montreal.
Wenn die Formel 1 in Montreal Halt macht, dürfen sich die Geschäftsleute der kanadischen Millionenmetropole freuen. Denn der Besuch der Königsklasse spült mehr Geld in die Kassen der Hotel- und Restaurantbesitzer als jedes andere Ereignis. Das Tourismus-Büro von Montreal beziffert den Nutzen des GP-Wochenendes auf 90 Millionen Dollar (rund 66 Millionen Euro).
Dies bestätigt auch Massimo Lecas, Besitzer des berühmten Restaurants Buonanotte am St. Laurent Boulevard auf Nachfrage der Kollegen der Monreal Gazzette: "Das ist zweifelsohne das beste Wochenende, das wir haben – mit Abstand! Nichts kommt an diese Einnahmen auch nur annährend heran."
Und davon profitiere nicht nur er, der für das Rennwochenende zusätzliche Arbeitskräfte anheuern muss: "Es ist auch für den Fischer, den Metzger, den Gemüselieferanten oder Weinhändler das grosse Wochenende - unabhängig von allen Konjunkturschwankungen, was in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten unglaublich wichtig ist."
Dabei spiele nicht nur die Anzahl der Besucher eine Rolle, sondern auch deren Stand, wie Lecas erklärt: "Aufgrund der Anzahl und Qualität der Kundschaft können wir Produkte anbieten, die sonst nicht drinliegen."
Pierre Bellerose vom Tourismus-Büro betont: "Der Kanada-GP ist der wichtigste Tourismus-Event des Landes, und zwar nicht nur aus ökonomischer Sicht, sondern auch was die Medienpräsenz angeht. Das Rennen wird in 150 Ländern live gezeigt und von fast 300.000 Leuten weltweit verfolgt. Der Kanada-GP gehört zu den beliebtesten Grands Prix des WM-Kalenders."
Die Zahlen der Hotel-Vereinigung Montreals belegen: In der Innenstadt sind 84 bis 91 Prozent der Zimmer während des GP-Wochenendes besetzt. Hinzu kommt: Dass einige Hotels im vergangenen Jahr ihre Tore schliessen mussten, trieb die Nachfrage und somit auch die Preise in die Höhe. Während des Rennwochenendes liegt der durchschnittliche Zimmerpreis bei stolzen 226 Euro.
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