Caterham: Neue Führung, neue Nase, neue Hoffnung

Von Mathias Brunner
Formel 1
Caterham (rechts fährt Kobayashi) kämpft in der WM gegen Sauber (vorne) und Marussia (hinten)

Caterham (rechts fährt Kobayashi) kämpft in der WM gegen Sauber (vorne) und Marussia (hinten)

Das Ziel der neuen Führung von Caterham: Unbedingt vom letzten Platz in der WM weg. Teamchef Christijan Albers weiss: Das wird ein ziemlich hartes Stück Arbeit.

Innerhalb des komplexen Preisgeldschlüssels der Formel 1 ist klar: Wenn Caterham es in dieser Saison nicht schafft, vom letzten WM-Rang wegzukommen, dann entgehen den Grünen Preisgelder in Höhe von rund 20 Mio Euro. Der neue Teamchef Christijan Albers steht dabei vor der kniffligen Aufgabe, Zeit, Geld und Ressourcen unter einen Hut zu bekommen.

Denn selbst wenn der Rennstall dank Investoren aus Arabien und der Schweiz vorderhand gerettet ist: Milch und Honig fliesst im Werk von Leafield keines.

Ganz im Gegenteil spricht Formel-1-Feuerwehrmann Colin Kolles bereits davon, die Belegschaft abzuspecken. Der gelernte Zahnarzt aus Rumänien, der in der Vergangenheit Midland (gleich Spyker gleich Force India) über Wasser hielt und ohne den HRT überhaupt nie am Start eines Grand Prix gestanden hätte, sagt: «Lieber ein Rennstall mit 200 Mitarbeitern, der überlebt, als einer mit 300 Fachkräften, der finanziell nicht mehr zu halten ist.»

Entwicklungen wie eine effizientere (und weniger hässliche) Fahrzeugnase wurden vom früheren Teambesitzer Tony Fernandes monatelang auf Eis gelegt. Der AirAsia-Flugunternehmer aus Malaysia war einfach nicht mehr bereit, noch mehr Geld aus der eigenen Tasche einzuschiessen.

Inzwischen ist die Weiterentwicklung wieder angelaufen, die grösse Auswirkung davon werden wir aber wohl erst nach der Sommerpause sehen, im Rahmen des Belgien-GP in Spa-Francorchamps: eben die neue Nase.

Ein entsprechendes Modell steht seit vergangener Woche im Windkanal von Toyota in Köln. Die Zeit drängt: Nach dem Ungarn-GP gilt in der Formel 1 Sommerpause, dann geht für rund drei Wochen lang in den Werken überhaupt nichts. Caterham muss die neue Nase nicht nur im Windkanal zu Ende erproben, sie muss auch in 1:1-Grösse gebaut und dann einem Crash-Test unterzogen werden.

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