Daniel Ricciardo: Ritterschlag von Fernando Alonso

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo entgeht dem Williams von Felipe Massa

Daniel Ricciardo entgeht dem Williams von Felipe Massa

Der Australier Daniel Ricciardo (Sechster) ist dieses Mal hinter seinem Stallgefährten Sebastian Vettel ins Ziel gekommen (Vierter), bekommt aber von allen Seiten viel Lob.

Ferrari-Star Fernando Alonso hatte das starke Gefühl, den gleichen Film noch einmal zu sehen: In England hatte er sich ein hinreissendes Rad-an-Rad-Duell mit Sebastian Vettel im Red Bull Racing-Renner geliefert, nun balgte er sich erneut mit einem RBR-Boliden, doch dieses Mal sass Daniel Ricciardo am Lenkrad.

Fernando lobt: «Daniel ist einfach unglaublich gefahren! Aber wundern sollte mich das nicht, schliesslich liegt er im Quali-Duell gegen Seb mit 7:3 vorne. Solche Ergebnisse in den ersten zehn Saisonrennen hätten die Wenigsten von ihm erwartet, er hat das heute sehr clever gemacht – Hut ab, das war ein grossartiges Duell.»

Auch TV-Kommentator Martin Brundle meint: «Die Art und Weise, wie Daniel mit Alonso um jeden Zentimeter kämpfte und nach dem Überholtwerden gleich wieder zurückschlug, das zeigt für mich den gewaltigen Siegesdurst des Australiers. Das war ein Hochgenuss.»

Der Vielgelobte stimmt freudig zu: «Das ist eines der unterhaltsamsten Rennen meiner Karriere! Nun, vielleicht mit Ausnahme von Runde 1, da war ich einfach am falschen Ort. Auf der anderen Seite würde ich als Optimist auch sagen – ich hätte leicht kopfüber sein können wie Massa, also will ich mich nicht beklagen.»

Unser Bild zeigt: Um Haaresbreite entging Ricciardo dem Williams von Massa!

Daniel: «Um dem ganzen Scharmützel zu entgehen, musste ich links ganz weit ausweichen, ich fiel natürlich weit zurück. Dann ging ich auf den Funk und sagte – so, Jungs, und jetzt wollen wir mal schauen, wieviel wir davon wieder zurückkämpfen können, ich will euch stolz machen! Und das ist mir wohl gelungen.»

Ricciardo über seinen Rivalen Alonso: «Für solche Momente lebst du als Rennfahrer. Jeder kennt Alonso als beinharten Racer, aber ich könnte mir keinen besseren Gegner vorstellen. Er hatte die etwas frischeren Reifen, doch ich wollte meine Haut so teuer als möglich verkaufen. Ich schätze, das ist mir gelungen.»

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